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26.02.2012

14:51 Uhr

Edelmetalle

Der Goldrausch ist nicht vorbei

Der Goldrausch ist noch nicht vorbei, sagen Kenner. Die Aussicht auf niedrige Zinsen in Europa und den USA mache das Edelmetall attraktiv. Preise von 2000 US-Dollar je Feinunze könnten bald Wirklichkeit werden.

Ein Blick in den Tresor eines Münchner Münz- und Edelmetallhändlers. dpa

Ein Blick in den Tresor eines Münchner Münz- und Edelmetallhändlers.

FrankfurtRohstoffexperten sehen für den Goldpreis 2012 noch Luft nach oben. Seit Jahresbeginn haben die Notierungen schon um 13 Prozent zugelegt auf derzeit 1780 Dollar je Feinunze. Vor allem die Aussicht auf weiter niedrige Zinsen in Europa und den USA mache das Edelmetall für Anleger weiter attraktiv.

„Ich rechne damit, dass der Goldpreis in diesem Jahr über 2000 Dollar steigt. Der wichtigste Grund dafür sind die viel zu niedrigen Zinsen in vielen Ländern. Dadurch steigt die Geldmenge und damit die Inflation“, prognostiziert Martin Siegel, Edelmetallexperte und Geschäftsführer der auf die Beratung von Rohstofffonds spezialisierten Stabilitas Fonds . In den wichtigen Volkswirtschaften liegen die Zinsen derzeit auf sehr niedrigem Niveau. In der Eurozone notiert der Leitzins derzeit bei einem Prozent, in den USA und Japan bei Null. Ende Januar hatte die US-Notenbank Fed sogar angekündigt, an ihrer Nullzinspolitik bis Ende 2014 festzuhalten. „Dieses Szenario ist klar positiv für Gold, denn mit Gold können sich Anleger gegen Inflation absichern“, erläutert Siegel.

Dass die Zinsen in den USA niedriger sind als in der Eurozone, bietet europäischen Anlegern einen weiteren Vorteil. Denn das schwächt in der Regel den Dollar, was wiederum das in Dollar gehandelte Edelmetall für Anleger aus dem Euro-Raum günstiger macht.

Rohstoffanalyst Gabor Vogel von der DZ Bank rechnet zum Ende des Jahres mit einem Goldpreis von 1950 Dollar. Die Nachfrage sei ungebrochen. „Keiner will Gold wirklich verkaufen“, argumentiert er. Die Analysten der Commerzbank erwarten einen Anstieg bis auf 1900 Dollar. „Das sollte aber erst in der zweiten Jahreshälfte der Fall sein“, prognostiziert Commerzbank-Experte Carsten Fritsch.

Kommentare (12)

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26.02.2012, 15:25 Uhr

Gold ist klasse !

Warum haben wohl alle Diktatoren dieser Welt einen Sack voll davon ? Damit kann ich Krieg gegen das eigene Volk führen, solange bis der Arzt kommt.

Wenn der Artikel nun noch das Datum vom Sommer 2006 haben würde, bei einem Unzen-Preis von ca. 500 bzw. 16.000 € je Barren, würde ich sagen, toll.

Jetzt aber ist Gold für mich nur noch eine - seit letzten Herbst mit Put-Optionen bei 1.850 $ (umgerechnet ca. 1.370 €) - abgesicherte Halteposition, da hier das Beste vom Drops schon gelutscht ist !

Olli

26.02.2012, 15:42 Uhr

Hehe! Gut, dass wir die Zukunft nur erahnen können; trotzdem ist dieser Artikel der Anfang zu weiterem Erfolg oder aber nur die manipulative Ausstiegsklausel für die reichen Halter dieses Industriemetalls.

Der Arme wird wohl jetzt erst kaufen und der Reiche verkauft es ihm zunehmend gerne?!

denk.mal

26.02.2012, 17:01 Uhr

Gold sei ein INDUSTRIEmetall? Das habe ich ja lange nicht mehr gehört.

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