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18.03.2013

17:04 Uhr

Edelmetalle

Goldpreis klettert über 1600 Dollar

Im Zuge von Banken-Abgaben und unsicheren Finanzmärkten erweist sich der Goldpreis als Fels in der Brandung. Im Gegensatz zum Ölpreis legten die Gold-Kurse heute zu.

Auch im Zuge der instabilen Situation in Zypern wird Gold als sichere Geldanlage geschätzt. dapd

Auch im Zuge der instabilen Situation in Zypern wird Gold als sichere Geldanlage geschätzt.

Der Ölpreis hat am Montagnachmittag leicht verloren. Die US-Sorte WTI zur Lieferung im April kostete zuletzt 93,19 Dollar je Barrel und war damit 0,3 Prozent billiger. Öl der Sorte Brent wurde am Terminmarkt bei 109,18 Dollar je Barrel 0,6 Prozent niedriger gehandelt.

Auslöser der Abgaben war die Situation in Zypern. Die Finanzminister der Eurozone haben sich am Wochenende darauf geeignet, die Einlagen der Kunden bei den Banken Zyperns mit einer Abgabe zu belegen. Dies wird als Gefahr für das Vertrauen der Sparer und als wachsendes Risiko für eine Verschärfung der Euro-Krise gewertet.

Mittlerweile gibt es aber Zeichen, dass die Pläne entschärft werden könnten. Die Regierung Zyperns wolle den Finanzministern der Eurozone vorschlagen, Guthaben von unter 20.000 Euro von der vorgesehenen Bank-Abgabe zu befreien, erklärten am Montagnachmittag zwei Abgeordnete des Landes, die anonym bleiben wollten, gegenüber Bloomberg News.

Was Sie über Gold wissen sollten

Was ist Gold?

Gold ist ein seltenes Metall mit einem Schmelzpunkt von 1064 Grad Celsius. Der Siedepunkt liegt bei 2856 Grad. Die chemische Abkürzung für Gold ist „Au“ und stammt vom lateinischen Wort „Aurum“ ab. Es hat mehrere Eigenschaften, die es für die Menschheit über die Jahre nützlich gemacht hat. Gold leitet extrem gut. Außerdem reagiert es nicht mit Wasser oder Sauerstoff.

Wie viel Gold wurde in der Geschichte gefördert?

Nach Schätzungen wurden in der gesamten Menschheitsgeschichte bis heute um die 166.600 Tonnen Gold aus Minen geholt. Ein Großteil davon – etwa zwei Drittel – seit 1950.

Wie viel Gold gibt es noch auf der Erde?

Die letzten Zahlen der US Geological Society gingen im Januar 2011 von weltweit 51.000 Tonnen aus.

Wie viel Gold wird pro Jahr abgebaut?

In den vergangenen Jahren waren es etwa 2.500 Tonnen pro Jahr.

Wo wird weltweit am meisten Gold abgebaut?

Überall auf der Welt wird Gold gewonnen. Aber beinahe ein Drittel des Goldes wird in nur drei Ländern abgebaut. An der Spitze liegt China mit 13,1 Prozent, darauf folgen die USA und Australien mit jeweils 9,1 Prozent.

Was passiert mit dem Gold?

29 Prozent des abgebauten Goldes kommt im Investmentbereich zum Einsatz, also in Form von Münzen und Barren. Aus 59 Prozent wird Schmuck gemacht. 12 Prozent wird von der Industrie verarbeitet.

Wo sind die größten Absatzmärkte für Gold?

Mit 1059 Tonnen ist Indien der mit Abstand größte Absatzmarkt für physisches Gold (Münzen, Barren, Schmuck). Dahinter liegt China mit 770 Tonnen. Im Vergleich dazu abgeschlagen sind die USA mit 213 Tonnen und Deutschland mit 154 Tonnen.

Quelle: World Gold Council

Wer sind die größten Goldbesitzer?

Größte Goldbesitzer sind die Notenbanken. Die Vereinigten Staaten sitzen auf rund 8.100 Tonnen, gefolgt von Deutschland mit 3.400 Tonnen und dem Internationalen Währungsfonds mit 2.800 Tonnen. Die Notenbanken waren über Jahre Netto-Verkäufer. Seit dem vergangenen Jahr sind sie jedoch wieder Netto-Käufer. Das Interesse kommt vor allem aus den Schwellenländern.

Gold notierte mit 1603,47 Dollar je Unze um 0,7 Prozent fester. Silber gewann 0,4 Prozent auf 28,88 Dollar. Nach den hohen Verlusten in den ersten Wochen des Jahres setzte Gold damit seine Aufwärtsbewegung fort und erreichte den höchsten Stand seit zwei Wochen. „Die Nachrichten zu Zypern haben die Finanzmärkte verunsichert,” sagte Tim Gardiner, geschäftsführender Direktor bei TD Securities Inc. in New York. „Gold profitiert davon als sicherer Hafen.”

Kommentare (1)

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goldstube24

18.03.2013, 21:00 Uhr

Was kann schon passieren? Garantiert nicht Frau Merkel für alle Bankkonten der deutschen Sparer?

Außerdem haben wir doch den deutschen Bankensicherungsfonds.

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