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30.05.2017

13:04 Uhr

Edelmetalle

Wette auf Aktien und Gold

VonIngo Narat

Anleger haben klare Vorstellungen über die Chancen verschiedener Investments. Laut Umfrage gibt es zwei Favoriten. Dabei spielt auch das Einkommen eine Rolle. Das Interessante: Vor einem Jahr waren die Tipps goldrichtig.

Anleger erwarten von Goldmünzen- und barren gute Erträge. dpa

Edelmetalle

Anleger erwarten von Goldmünzen- und barren gute Erträge.

Manchmal liegt die spannende Nachricht in der Rückschau. Vor einem Jahr befragte das Forschungsinstitut Forsa im Auftrag des Edelmetallhändlers Pro Aurum die Deutschen, bei welchen Anlagen sie die größten Gewinnchancen sehen würden. Und die tippten richtig: Aktien und Gold sollten die höchsten Erträge liefern.

Genau so kam es. Sowohl die Aktienmärkte als auch die Edelmetalle lieferten Euro-Anlegern ein zweistelliges prozentuales Plus. Hinten lagen dagegen Zinsanlagen und Anleihen. Da stellt sich die Frage, was die treffsicheren Deutschen denn aktuell erwarten. Die am Dienstag veröffentlichten Daten belegen: Sie bleiben bei ihren Erwartungen.

Meilensteine des Dow Jones

26. Mai 1896

Der Dow Jones Industrial Average debütiert mit zwölf Mitgliedern: American Cotton Oil, American Sugar Refining, American Tobacco, Chicago Gas, Distilling & Cattle Feeding, General Electric (GE), Laclede Gas Light, National Lead, North American Co., Tennessee Coal, Iron & Railroad, U.S. Leather und U.S. Rubber.

1916

Der Dow wird auf 20 Werte erweitert. Ab 1928 hat die erste US-Börsenliga 30 Mitglieder.

1. Oktober 1928

John D. Rockefellers Öl-Konzern Standard Oil steigt in den Dow auf. Standard Oil wird 1972 zu Exxon und nach der Übernahme von Mobil Oil 1999 zu Exxon Mobil.

1928

Die Berechnung des Dow wird leicht verändert, um Kursausschläge durch Aktiensplits oder beim Austausch einzelner Index-Mitglieder zu verhindern.

28. und 29. Oktober 1929

Am "Schwarzen Montag" und "Schwarzen Dienstag" fällt der Dow um insgesamt 23 Prozent. Der 12,8-prozentige Kurseinbruch vom 28. Oktober bleibt bis zum "Schwarzen Montag" 1987 der größte Tagesverlust.

26. Mai 1932

International Business Machines (IBM) steigt in den Dow auf. Das Computerkonzern fällt 1939 wieder heraus und kehrt 1979 zurück.

3. Juli 1956

International Paper steigt in den Dow auf. In den 17 Jahren und drei Monaten zuvor war die Zusammensetzung unverändert geblieben - so lange wie nie.

14. November 1972

Der Dow schließt erstmalig über 1000 Punkten.

19. Oktober 1987

Am "Schwarzen Montag" bricht der Dow um 22,6 Prozent ein. Das ist der größte Tagesverlust seiner Geschichte. In den fünf Jahren zuvor hatte er insgesamt rund 250 Prozent zugelegt.

29. März 1999

Der Dow schließt erstmalig über 10.000 Punkten.

1. November 1999

Als erste an der US-Technologiebörse Nasdaq gelistete Firmen werden Microsoft und Intel in den Dow aufgenommen. Die Entscheidung spiegelt die gestiegene Bedeutung der IT-Branche für die US-Wirtschaft wider.

17. September 2001

Die US-Börse öffnet erstmalig nach den Anschlägen vom 11. September. Der Dow fällt um 684,81 Punkte. Das ist in absoluten Zahlen der drittgrößte Tagesverlust seiner Geschichte. Prozentual büßt er 7,1 Prozent ein.

19. Juli 2007

Der Dow schließt erstmalig über 14.000 Punkten.

29. September 2008

Wenige Tage nach dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers fällt der Dow um 777,68 Punkte das ist in absoluten Zahlen der größte Tagesverlust seiner Geschichte.

13. Oktober 2008

Der Dow verbucht mit einem Plus von 11,08 Prozent den größten Tagesgewinn seiner Geschichte.

9. März 2009

Die Finanzkrise drückt den Dow auf 6547,05 Punkte. Damit liegt er wieder auf dem Niveau von 1997.

6. Mai 2010

Der „Flash Crash“ drückt den Dow binnen Minuten um mehr als 1000 Punkte. Auslöser ist ein Fehler in einem computergesteuerten Handelsprogramm eines sogenannten „Algo-Traders“.

3. Mai 2013

Der Dow überspringt die Marke von 15.000 Punkten.

7. November 2013

Der Dow Jones erreicht den höchsten Stand aller Zeiten im Handelsverlauf: 15.798 Punkte.

13. Mai 2014

Am 13. Mai erreicht der Dow Jones neue Rekordstände. Der Index schließt bei 16.715 Punkten, dem höchsten Stand aller Zeiten.

Jeweils 27 Prozent der Befragten erwarten auf Sicht der kommenden drei Jahre die höchsten Erträge bei Aktien und Gold. „Aktien dürften vor allem wegen ihres mehrjährigen Aufwärtstrends extrem beliebt sein“, vermutet Pro-Aurum-Mitgründer Mirko Schmidt.

Zu den hohen Erwartungen für Gold meint Schmidt: „Der Krisenschutz dürfte nach dem markanten Anziehen der Inflation von den negativen Realzinsen profitiert haben.“ Bei einer aktuellen Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe von 0,4 Prozent und der jüngsten deutschen Geldentwertungsrate von 2,0 Prozent errechnet sich eine reale Rendite von minus 1,6 Prozent, also ein Verlust.

Kommentare (2)

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Frau Edelgard Kah

30.05.2017, 14:35 Uhr

Sehr geehrter Herr Narat,

nach einer Redensart kann der Glaube Berge versetzen. Ob das wohl auch für die Geldanlage gilt? Macht es wirklich Sinn, ahnungslose Habenichtse, Sparbuch- und Festgeldinhaber zu befragen? Ist deren Glaube ein unfehlbarer Börsentipp?

G. Nampf

30.05.2017, 15:16 Uhr

"Nur acht Prozent der Umfrage-Teilnehmer besitzen Gold oder Silber"

Hihi, die restlichen 92 % geben es - schlauerweise- nur nicht zu.

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