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18.01.2010

08:52 Uhr

Edelmetallpreise

Platin und Palladium klettern auf Höchststände

Käufe von neu aufgelegten Fonds haben die Preise für Platin und Palladium weiter nach oben getrieben. Die beiden Edemetalle sind so teuer wie seit 18 Monaten nicht mehr. Der Goldpreis hingegen hält sich in etwa auf dem Niveau vom Vorwochenschluss.

HB FRANKFURT. Vor allem Finanzinvestoren haben zu Wochenbeginn die Preise zahlreicher Rohstoffe steigen lassen. Kupfer, Palladium und Platin wurden teurer, und auch der Ölpreis kletterte wieder über die 78-Dollar-Marke - nach fünf Handelstagen mit stetig sinkenden Preisen.

Die Rohstoffpreise dürften im Jahresverlauf nach Einschätzung der Analysten der DZ Bank weiter zulegen, im Schnitt um rund zehn Prozent. Allerdings sei nicht bei allen Rohstoffen eine deutlich positive Preisentwicklung zu erwarten: Zum Beispiel seien Kupfer oder Rohöl gemessen an der Angebots/Nachfrage-Situation bereits so teuer, „dass nur noch ein äußerst überschaubares Aufwärtspotenzial besteht“, hieß es. Andere Rohstoffe wie Zucker werden nach Einschätzung der Experten künftig nicht mehr so knapp sein. In diesen Fällen seien sinkende Preise zu erwarten.

Der Kupferpreis stieg in London auf 7 535 Dollar die Tonne nach 7 430 Dollar im späten Freitagsgeschäft. Händler verwiesen auf gesunkene Bestände an der London Metal Exchange, die eine anziehende Nachfrage erwarten ließen. Bei den Edelmetallen zogen vor allem die Preise für Platin und Palladium weiter an - Händlern zufolge nach wie vor getrieben durch die Auflage neuer ETFs Anfang des Monats. Seit Ende Dezember sind die Preise um 14 beziehungsweise 28 Prozent geklettert.

Platin kostete in der Spitze 1 626 Dollar je Feinunze - so viel wie zuletzt im August 2008. Palladium verteuerte sich bis auf 457,50 Dollar je Feinunze und damit auf den höchsten Stand seit Juli 2008. Beide Edelmetalle werden unter anderem in der Autoindustrie eingesetzt.

Der Goldpreis hielt sich unterdessen mit 1 134 Dollar die Feinunze in etwa auf dem Niveau vom Vorwochenschluss.

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