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20.10.2011

17:50 Uhr

EFSF-Hebel

Euro-Debatte verunsichert den Devisenmarkt

Die Debatte um den EFSF-Hebel schickt den Euro auf eine Berg- und Talfahrt. Nun verunsichert ein Bericht über eine mögliche Verschiebung des EU-Gipfels die Anleger.

Die EFSF-Debatte schickt den Euro abwärts. dpa

Die EFSF-Debatte schickt den Euro abwärts.

FrankfurtDas Gezerre um eine Stärkung des Euro-Rettungsschirms EFSF hat am Donnerstag für ein lebhaftes Auf und Ab beim Euro gesorgt. Die Gemeinschaftswährung kletterte zeitweise auf bis zu 1,3842 Dollar, nachdem Details zur möglichen Ausgestaltung des Hilfsfonds durchgesickert waren. Bis zum Nachmittag bröckelten die Gewinne in einem volatilen Handel dann aber wieder ab - der Euro notierte nur noch bei 1,3738 Dollar und damit leicht unter seinem Vortagesschluss von 1,3754 Dollar am Mittwoch. „Der Markt ist derzeit dankbar für alles, was mehr Klarheit und Details bringt,“ sagte ein Händler. Aber solange keine Einigung auf ein endgültiges Konzept präsentiert werde, stehe jede Aufwärtsbewegung auf wackligen Füßen. 

Für Unruhe sorgte am Nachmittag ein Bericht der „Welt“, wonach die Bundesregierung eine Verschiebung des EU-Gipfels am Sonntag nicht ausschließt. Grund seien die stockenden Verhandlungen um den Einsatz eines Hebels beim Euro-Rettungsschirm EFSF. In hochrangigen EU-Kreisen hieß es nach Reuters-Informationen dagegen, es sei nichts über etwaige Pläne zur Verschiebung des EU-Gipfels bekannt. Auch das österreichische Finanzministerium teilte mit, es wisse nichts von einer Verlegung. 

Die Bundesregierung ist gegen eine Hebelung der Mittel aus dem EFSF über die Europäische Zentralbank - eine Lösung, die vor allem von Paris favorisiert wird. Die Möglichkeit einer Absicherung von Anleihen durch den EFSF - also eine Art Versicherungsmodell für Investoren - sieht Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble dagegen als einen gangbaren Weg. Er betonte aber, dass es in dieser Frage noch keine gemeinsame Haltung innerhalb der Eurozone gebe. Klar sei, dass die Garantiesumme des EFSF von 440 Milliarden Euro nicht ausgeweitet werde. 

Am Rentenmarkt kehrten die Anleger Anleihen einiger südeuropäischer Länder den Rücken. Zwei Tage nach der Herunterstufung Spaniens durch die Ratingagentur Moody's sanken die Kurse der zehnjährigen Papiere , die Renditen legten entsprechend zu und lagen bei 5,495 Prozent nach 5,412 Prozent am Mittwoch. Auch italienische Anleihen rentierten leicht höher bei 5,953 Prozent - vergleichbare deutsche Papiere warfen nur 2,052 Prozent ab. Spanien und Italien waren im Sommer ins Visier der Märkte geraten, da Spekulationen über ein Übergreifen der Schuldenkrise von den Rand- auf die Kernstaaten der Euro-Zone aufkamen. 

Vor dem EU-Gipfel am Wochenende rechnen Händler und Analysten weiter mit einem sehr nervösen Handel. „Der Markt wartet darauf, was beim Gipfel rauskommt“, sagte Tom Fitzpatrick, leitender technischer Stratege bei CitiFX in New York. Es habe so viele falsche Versprechungen gegeben, dass die Politik nun wirklich etwas ganz Großes bringen müsse, um wieder für etwas mehr Ruhe zu sorgen.

Von

rtr

Kommentare (2)

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DEM

20.10.2011, 19:05 Uhr


JETZT BEWEGUNG " OCCUPY DEUTSCHLAND VERLÄSST EUROZONE "

Nur so geht es !!!

DEM

20.10.2011, 23:19 Uhr

MANCHMAL IST MEIN HIRN IN DER ARSCHRITZE EINFACH STECKENGEBLIEBEN.

Was haben meine Eltern in der Erziehnung falsch gemacht ??? Nur das hab ich gemeint !!!

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