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23.12.2014

10:45 Uhr

Eine Billion Euro

Euro-Scheine in Rekordwert im Umlauf

Der Wert aller im Umlauf befindlichen Euro-Scheine hat erstmals die Grenze von einer Billion Euro durchbrochen. Wegen steigender Inflationsraten und Krisenlagen in einigen Ländern sind die Scheine zunehmend gefragt.

Der Gesamtwert der im Umlauf befindlichen Scheine liegt bei 1003,79 Milliarden Euro. dpa

Der Gesamtwert der im Umlauf befindlichen Scheine liegt bei 1003,79 Milliarden Euro.

OsnabrückKurz vor Weihnachten hat der Wert aller im Umlauf befindlichen Euro-Scheine die Schwelle von einer Billion Euro durchbrochen. „Seit dem vergangenen Freitag sind mehr als 1000 Milliarden Euro als Banknoten im Umlauf“, sagte der für Bargeld zuständige Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ vom Dienstag.

So hoch war die Summe dem Bericht zufolge noch nie. Laut Thiele lag der Gesamtwert der Scheine am Freitag bei 1003,79 Milliarden Euro.

„Der wertmäßige Anstieg des Bargeldumlaufs liegt auch an der Auslandsnachfrage“, sagte Thiele. Wegen steigender Inflationsraten und Krisenlagen in einigen Ländern seien die Scheine zunehmend gefragt. „Die Euro-Noten dienen dann als sicheres und liquides Wertaufbewahrungsmittel“, erläuterte Thiele.

Geschichte des Euro

Anfänge

Das Ziel einer Währungsunion war bereits im EG-Vertrag verankert. Am 1. Januar 1999 ist es so weit: Der Euro wird gemeinsame Währung von elf Ländern. In Euro bezahlt werden kann per Scheck, Kredit- oder EC-Karte. Das alte Geld bleibt jedoch zunächst das allein gültige Zahlungsmittel. Wenige Tage später nehmen auch die Finanzmärkte den Handel mit Euro auf.

Euro-Zone

Zu den ersten Ländern, die den Euro einführten, gehörten Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal und Spanien. Griechenland trat erst 2001 der Gemeinschaft bei, da es vorher nicht die Auflagen erfüllte. Großbritannien, Dänemark und Schweden verzichteten auf den Euro.

Bargeld

Am 1. Januar 2002 wird der Euro in zwölf Ländern gesetzliches Zahlungsmittel. Die D-Mark behält für zwei Monate ihr Gültigkeit, kann danach aber immer noch gegen Euro eingetauscht werden. Der Wechselkurs ist festgesetzt auf 1 Euro = 1,95583 D-Mark.

Neue Mitglieder

2004 werden zehn Länder in Mittel- und Osteuropa sowie im Mittelmeerraum neue EU-Mitglieder. Sie müssen die Gemeinschaftswährung übernehmen, sobald sie die Konvergenzkriterien erfüllen. Bis heute sind allerdings nur fünf weitere Staaten der Euro-Zone beigetreten, nämlich Slowenien, Malta, Zypern, Estland und die Slowakei. Damit gibt es insgesamt 17 Länder in Europa, in denen offiziell mit Euro bezahlt werden kann.

Höchststand

Ende August 2008 steigt der Euro zum ersten Mal über die psychologisch wichtige Marke von 1,50 US-Dollar. Sein bisheriges Allzeithoch von 1,5990 Dollar erreicht die Gemeinschaftswährung am 15. Juli, wobei der höchste je am Markt gehandelte Kurs sogar über 1,60 Dollar liegt.

Schuldenkrise

Im Frühjahr 2010 kommt Griechenland in immer größere Finanznöte und muss als erstes Euro-Land Milliardenhilfen beantragen. Damit nimmt eine Schuldenkrise ihren Lauf, in dessen Zuge weitere Länder, darunter Irland und Portugal, um Geldmittel bitten müssen. In der Öffentlichkeit wird heftig über einen möglichen Zusammenbruch der Euro-Zone spekuliert. Die Gemeinschaftswährung wertet kontinuierlich ab.

Dem Bericht zufolge waren Ende Januar 2002 - kurz nach Einführung des Euro-Bargelds - 221 Milliarden Euro als Banknoten im Umlauf. Im Dezember 2004 seien es dann 501 Milliarden Euro gewesen. Am häufigsten kommt dabei der 50-Euro-Schein vor. Von allen Scheinen, die derzeit in Gebrauch sind, seien 43 Prozent solche mit einem Wert von 50 Euro. schrieb die Zeitung unter Verweis auf die Bundesbank.

Auch wenn es inzwischen diverse bargeldlose Zahlungsmöglichkeiten gibt, etwa mit EC- oder Kreditkarten, so sind Scheine und Münzen weiterhin beliebt: Bargeld sei nach wie vor „das meistgenutzte Zahlungsmittel an der Ladenkasse“, sagte Thiele.

Von

afp

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

23.12.2014, 11:22 Uhr

Da wundert man sich noch? Das ganze nennt man Inflation, auch wenn es für das Bargeld noch in gleicher Weise zu kaufen gibt. Viele trauen den Banken nicht mehr und legen sich Ihr Vermögen zu großem Teil lieber unters Kopfkissen, als es möglicherweise abgenommen zu bekommen. Leider wird das bei Durchschlagen der Inflation nichts nützen, denn die Inflation wird kommen. Die Schuldenstände sind anders nicht ausgleichbar.

Account gelöscht!

29.12.2014, 12:04 Uhr

Der Wert aller im Umlauf befindlichen Euro-Scheine hat erstmals die Grenze von einer Billion Euro durchbrochen. Wegen steigender Inflationsraten und Krisenlagen in einigen Ländern sind die Scheine zunehmend gefragt.

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Noch in den 80 er Jahren...

übte man aus Deutschland heraus...

große Kritik an dem USA...

weil man in dem USA zu viel Geld druckte.

WAS IST HEUTE im Jahr 2014 IN DER " EU " ANDERS ???

Wo ist Charakter und Moral in der EU ???????????????













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