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16.12.2011

14:41 Uhr

Einschätzung der UBS

„Gold und der Schweizer Franken sind nicht länger sichere Häfen“

Gold und der Schweizer Franken gelten in Krisenzeiten als „sichere Häfen“. Das war einmal, so die Experten der UBS. Sie raten ihren Anlegern bei Investitionen vorsichtig zu sein.

Goldbarren: Kein sicherer Hafen mehr? dpa

Goldbarren: Kein sicherer Hafen mehr?

ZürichGold und Schweizer Franken bieten den Anlegern nach Ansicht der UBS keine Zuflucht mehr vor der Euro-Schuldenkrise und den Turbulenzen an den Finanzmärkten. „Gold und der Schweizer Franken sind nicht länger sichere Häfen“, schrieb Chief Investment Officer (CIO) Alexander Friedmann in einem am Freitag verfügbaren Brief an die Kunden der Großbank. Mit Bindung des Frankens an den Euro habe die Schweizerische Nationalbank (SNB) im September die Schweizer Währung faktisch von der Liste der als sicher geltenden Anlagen genommen, schrieb Friedmann. Es sei anzunehmen, dass die SNB die Euro-Untergrenze mindestens in den nächsten sechs Monaten bei 1,20 Franken halten werde. Wenn die Schweizer Wirtschaft aber noch mehr unter Druck komme, könnte der Franken über eine Anhebung dieser Grenze abgewertet werden.

Heute notiert der Schweizer Franken fast unverändert, steht bei 0,9380 Franken je Dollar und 1,2225 Franken je Euro.

Gold sei zwar Abwertungsversuchen durch eine Notenbank nicht ausgesetzt, erklärte Friedmann. Und in einem Umfeld, in dem die Verzinsung von Anlagen die Teuerung nicht mehr ausgleiche, sei auch entgangener Zinsertrag kein Thema. Trotzdem riet Friedmann zur Vorsicht. Anleger könnten nicht davon ausgehen, dass sich das Edelmetall als sichere Anlage erweise, sollten Investoren Gold in großem Stil verkaufen, um an Liquidität zu kommen.

Der Goldpreis erholt sich heute von seinen jüngsten Verlusten. Für eine Feinunze des Edelmetalls müssen Anleger aktuell 1.593 Dollar bezahlen und damit 1,5 Prozent mehr als am Vortag.

Von

rtr

Kommentare (8)

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Account gelöscht!

16.12.2011, 14:56 Uhr

Es gibt keine absolut sicheren Häfen.

Domenq

16.12.2011, 15:14 Uhr

Es dreht sich hier um Empfehlungen für die "grossen Fische".

Nicht mehr und nicht weniger.

tbhomy

16.12.2011, 15:42 Uhr

Was braucht der Mensch in seinen schwersten Zeiten? Trinkwasser, Nahrungsmittel und Schutz. Das sind die sicheren Häfen.

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