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02.08.2013

18:06 Uhr

Enttäuschende Zahlen

Dollar fällt nach US-Arbeitsmarktdaten

In den USA wurden deutlich weniger Stellen geschaffen als erwartet. Darunter leidet auch die amerikanische Währung: Der Dollar verliert zu Euro und Yen.

Eine Euro-Münze vor einem Dollar-Schein ap

Eine Euro-Münze vor einem Dollar-Schein

FrankfurtDer Euro hat am Freitag mit einem Kurssprung auf enttäuschende Arbeitsmarktdaten aus den USA reagiert. Am Nachmittag erreichte die Gemeinschaftswährung ein Tageshoch bei 1,3294 US-Dollar. Gegen Mittag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,3203 (Donnerstag: 1,3236) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7574 (0,7555) Euro.

In den USA stieg die Zahl der Beschäftigten im Juli schwächer als erwartet. Die Arbeitsmarktdaten nehmen nach Einschätzung der Commerzbank einiges an Druck von der US-Notenbank Fed. Notenbankchef Ben Bernanke hatte einen Ausstieg aus den milliardenschweren Anleihekäufen bereits im laufenden Jahr in Aussicht gestellt, wenn die Wirtschaft weiter gut laufe. Mit Blick auf den Arbeitsmarktbericht dürfte die Fed aber nicht so schnell mit der Drosselung des Anleihekaufprogramms beginnen, sagte der USA-Experte der Commerzbank, Bernd Weidensteiner. Die sehr lockere Geldpolitik macht den US-Dollar für Anleger weniger attraktiv.

Der Stellenzuwachs außerhalb der Landwirtschaft war im Juli mit 162.000 Jobs niedriger als erwartet ausgefallen. Experten hatten mit 184.000 neuen Stellen gerechnet. Zudem wurde die Juni-Zahl leicht nach unten auf plus 188.000 von zuvor 195.000 Stellen revidiert. „Die unter den Erwartungen liegenden Zahlen dürften Spekulationen über eine baldige Rückführung der QE3-Anleihekäufe wieder etwas zurückdrängen“, erklärte Helaba-Analystin Viola Julien.

Unmittelbar nach den Daten geriet der Dollar stark unter Druck und der Euro bekam Auftrieb. Trotz der enttäuschenden Beschäftigungsentwicklung sieht Experte Weidensteiner den amerikanischen Arbeitsmarkt insgesamt aber auf einem guten Weg. Die Arbeitslosenquote fiel auf 7,4 Prozent und damit auf den niedrigsten Wert seit Ende 2008. Alles in Allem liefern die US-Konjunkturdaten der vergangenen Tage Hinweise, dass sich das Wachstum der größten Volkswirtschaft der Welt beschleunigt, so Weidensteiner. „Allerdings zeigen die Daten aber auch, dass die Bäume am Arbeitsmarkt nicht in den Himmel wachsen“.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87135 (0,86920) britische Pfund, 131,78 (130,69) japanische Yen und 1,2383 (1,2317) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1309,25 (1315,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 30 770,00 (31 580,00) Euro.

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