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23.01.2007

22:02 Uhr

Entwicklung des Goldpreises

Gold lockt die Anleger

VonW. Drechsler und R. Palm

Der Goldpreis hat wieder Anstiegspotenzial. Experten rechnen für das laufende Jahr mehrheitlich mit höheren Notierungen. Allerdings wird die Entwicklung wohl nicht mehr ganz so spektakulär verlaufen wie in den beiden Vorjahren.

Goldpreis

Goldpreis

KAPSTADT | DÜSSELDORF. „Wir erwarten Gold bei 680 Dollar zu Jahresende. Wir sind für Gold relativ zu anderen Rohstoffen sehr positiv“, sagt Philipp Vorndran, Investment-Stratege der Credit Suisse. Die Zuversicht für das Edelmetall begründet die Credit Suisse mit einer Erholung der physischen Goldnachfrage.

Zuletzt hat der Goldpreis den Anlegern allerdings einige Rätsel aufgegeben. Denn einerseits kommt der Preis seit Monaten kaum vom Fleck, andererseits trotzt er den zum Teil kräftigen Preisabschlägen anderer Rohstoffe. So hat sich etwa der deutliche Rückgang der Rohölnotierungen kaum im Goldpreis niedergeschlagen. Üblicherweise nehmen mit fallenden Ölpreisen die Inflationssorgen ab, was den Goldpreis tendenziell belastet. Gestern stieg das Edelmetall bis auf 639 Dollar je Feinunze (31,10 Gramm).

Eine wichtige Rolle für die weitere Entwicklung des Goldpreises spielt zudem der amerikanische Dollar. Der Greenback bewegt sich traditionell in entgegengesetzter Richtung zum Goldpreis. Optimistisch ist daher der bekannte kanadische Goldanalyst Martin Murenbeeld, der den Goldpreis in den letzten drei Jahren mittels eines mathematischen Modells überaus exakt vorausgesagt hat. Für 2007 prophezeit er einen durchschnittlichen Goldpreis von 679 Dollar. Dabei geht er davon aus, dass der US-Dollar zwischen 15 und 25 Prozent an Wert verlieren wird.

Gleichzeitig sieht er Gold alsTeil des Rohstoffbooms, der noch einige Jahre anhalten werde. „Eine Analyse des Goldpreises seit 1800 zeigt, dass die Mindestdauer eines Goldbooms bei zehn Jahren liegt. Zuletzt war dies zwischen 1970 und 1980 der Fall. Wir sind derzeit im sechsten Jahr einer Aufwärtsbewegung – und ich denke, dass dieser Zyklus noch nicht vorüber ist“, sagt Murenbeeld.

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