Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

25.08.2011

13:07 Uhr

Erst Rekord, dann Korrektur

Warum der Goldpreis absackt

Erst legt der Goldpreis einen Rekord nach dem anderen hin, jetzt geht es in die andere Richtung. Welche Gründe der Absturz hat und warum er für langfristig orientierte Anleger kein Drama ist.

Der Goldpreis korrigiert - kurzfristig. Quelle: Reuters

Der Goldpreis korrigiert - kurzfristig.

DüsseldorfJe höher man steigt, desto tiefer fällt man. Ein altes Sprichwort, das auch für die jüngste Rally beim Goldpreis gilt. Anfang der Woche erreichte der Preis für eine Feinunze mit 1911 Dollar den höchsten Stand aller Zeiten. Seitdem geht es rasant abwärts, in zwei Tagen um mehr als 200 Dollar. Am Donnerstagmittag kostet das Edelmetall 1703 Dollar, ehe sich der Preis im Zuge neuer Kursverluste an den Aktienmärkten auf 1.740 Dollar erholte.

Für den plötzlichen Absturz des Goldpreises gibt es mehrere Gründe. Erstens: Die CME Group hat die Sicherheitsleistung (Margin), die Investoren für den Handel mit Gold-Kontrakten hinterlegen müssen, mit einem Schlag um 27 Prozent erhöht. Die CME ist eine der weltgrößten Optionsbörsen. Bereits zum zweiten Mal in diesem Monat hat sie die Sicherheitsleistung angehoben. Zuvor hatten die Rohstoffbörsen in Shanghai und Hongkong dies auch getan. Mit der Erhöhung der Margen wollen die Börsen Schwankungen am Goldmarkt abschwächen. Für Investoren wird die Spekulation auf den Goldpreis damit teurer und weniger attraktiv.

Zweitens: Den einen oder anderen Anleger juckt es in den Fingern, Kasse zu machen. „Investoren haben angesichts der Rekordjagd des Goldpreises Gewinne mitgenommen und einen Teil der Rekordzuflüsse der beiden vergangenen Wochen wieder abgezogen“, sagte Nigel Longley, der das deutsche Geschäft von ETF Securities leitet.

Die größten ETFs weltweit

SPDR Gold Trust (GLD)

Verwaltetes Vermögen: 77,895.3 Milliarden US-Dollar
Durchschnittliches Volumen: 18,655,676

SPDR S&P 500

Verwaltetes Vermögen: 74,378.1 Milliarden US-Dollar
Durchschnittliches Volumen: 257,947,625

Emerging Markets ETF

Verwaltetes Vermögen: 42,197.6 Milliarden US-Dollar
Durchschnittliches Volumen: 23,674,906

MSCI EAFE Index Fund

Verwaltetes Vermögen: 34,076.1 Milliarden US-Dollar
Durchschnittliches Volumen: 24,0144,896

MSCI Emerging Index Fund

Verwaltetes Vermögen: 32,551.1 Milliarden US-Dollar
Durchschnittliches Volumen: 60,508,012

S&P 500 Index Fund

Verwaltetes Vermögen: 24,002.6 Milliarden US-Dollar
Durchschnittliches Volumen: 4,451,966

Barclays TIPS Bond Fund

Verwaltetes Vermögen: 21,973.9 Milliarden US-Dollar
Durchschnittliches Volumen: 1,088,325

QQQ

Verwaltetes Vermögen: 19,619.9 Milliarden US-Dollar
Durchschnittliches Volumen: 72,878,797

Total Stock Market ETF

Verwaltetes Vermögen: 17,312.9 Milliarden US-Dollar
Durchschnittliches Volumen: 2,959,492

iBoxx $ Investment Grade Corporate Bond Fund

Verwaltetes Vermögen: 14,391.4 Milliarden US-Dollar
Durchschnittliches Volumen: 1,177,255

Silver Trust

Verwaltetes Vermögen: 12,627.3 Milliarden US-Dollar
Durchschnittliches Volumen: 38,256,129

Barclays Aggregate Bond Fund

Verwaltetes Vermögen: 12,579.0 Milliarden US-Dollar
Durchschnittliches Volumen: 1,108,486

Russell 1000 Growth

Verwaltetes Vermögen: 11,893.3 Milliarden US-Dollar
Durchschnittliches Volumen: 3,332,458

Total Bond Market ETF

Verwaltetes Vermögen: 11,090.2 Milliarden US-Dollar
Durchschnittliches Volumen: 1,157,549

Russell 2000 Index Fund

Verwaltetes Vermögen: 10,782.4 Milliarden US-Dollar
Durchschnittliches Volumen: 77,483,773

MSCI Brazil Index Fund

Verwaltetes Vermögen: 10,487.2 Milliarden US-Dollar
Durchschnittliches Volumen: 16,309,243

COMEX Gold Trust

Verwaltetes Vermögen: 9,939.9 Milliarden US-Dollar
Durchschnittliches Volumen: 8,518,278

Russell 1000 Value

Verwaltetes Vermögen: 9,610.3 Milliarden US-Dollar
Durchschnittliches Volumen: 1,945,738

Barclays 1-3 Year Treasury Bond Fund

Verwaltetes Vermögen: 9,091.4 Milliarden US-Dollar
Durchschnittliches Volumen: 1,604,731

Dow Jones Industrial Average ETF

Verwaltetes Vermögen: 8,925.9 Milliarden US-Dollar
Durchschnittliches Volumen: 9,513,396

SPDR MidCap Trust Series I

Verwaltetes Vermögen: 8,559.9 Milliarden US-Dollar
Durchschnittliches Volumen: 3,353,446

Market Vectors TR Gold Miners

Verwaltetes Vermögen: 8,545.4 Milliarden US-Dollar
Durchschnittliches Volumen: 12,520,200

S&P MidCap 400 Index Fund

Verwaltetes Vermögen: 8,490.7 Milliarden US-Dollar
Durchschnittliches Volumen: 1,267,546

REIT ETF

Verwaltetes Vermögen: 8,461.6 Milliarden US-Dollar
Durchschnittliches Volumen: 2,414,334

Barclays 1-3 Year Credit Bond Fund

Verwaltetes Vermögen: 8,348.8 Milliarden US-Dollar
Durchschnittliches Volumen: 447,569

Was das konkret heißt, zeigt sich am Beispiel des SPDR Gold Shares: Der Gold-ETF, der im Zuge der Rally zum weltgrößten Indexfonds angewachsen war, verzeichnete in dieser Woche massive Abflüsse. Um seine Anleger auszuzahlen, musste der Fonds Gold abstoßen. Allein gestern verkaufte er mehr als zwei Prozent seines gesamten Bestandes. Das war der stärkste Rückgang seit sieben Monaten.

Drittens: Gold ist eine Krisenwährung. Je dunkler die Aussichten für die Weltwirtschaft, desto heller strahlt Gold. Die Aussichten müssen schon sehr düster sein, wenn Gold fast 2000 Dollar kostet. Dieses Niveau spiegelt die Angst der Anleger vor einer handfesten Rezession wider.

Bedeutet der Rückgang des Goldpreises um 200 Dollar, dass sich die Lage der Weltwirtschaft nun schlagartig gebessert hat? Nicht ganz. Die Welt hat sich in den vergangenen drei Tagen nicht geändert, die Schuldenkrise diesseits und jenseits des Atlantiks ist nach wie vor bedrückende Realität. Umso größer ist inzwischen die Hoffnung, dass die US-Notenbank wieder mal eingreifen wird. Die wichtigsten Notenbanker beraten derzeit in Jackson Hole.

Der Fed-Chef, Ben Bernanke, könnte schon am Freitag neue Aktionen zur Stützung der Konjunktur ankündigen. Das hoffen jedenfalls viele Anleger. Sie denken, dass Aktien davon profitieren werden, Gold nicht. „Investoren bauen Positionen beim Gold ab in Erwartung, dass Bernanke etwas unternehmen wird, das den Aktienpreisen Auftrieb verleiht“, sagt Adam Klopfenstein, Stratege bei MF Global Holdings.

Meilensteine des Goldpreises

Kupferzeit

Die Goldgewinnung beginnt.

Um 4000 vor Christus

Rund 6.000 Jahre alt sind Funde aus Ägypten, die eine Bearbeitung des Edelmetalls belegen. Im Land der Pharaonen entsteht die erste große Goldkultur. Ein Großteil der Techniken, die zur Verarbeitung des Goldes notwendig sind, wird im antiken Ägypten entwickelt.

Gold gilt den Ägyptern als „Sonnenmetall“. Sowohl die Sonne als auch das Gold werden mit derselben Hieroglyphe bezeichnet. Ursprünglich kommt das Gold der alten Ägypter aus dem Nil, an dessen Ufern es in Form von Waschgold gewonnen wird. Später betreibt man in Nubien, Ägyptens Goldland, Bergbau, um an das kostbare Metall zu kommen.

600 bis 1200

Nach dem Ende der Spätantike um 600 bleibt der Solidus im Oströmischen Reich die wichtigste Währung. Sie ist bis zum beginnenden 12. Jahrhundert die Leitwährung in Europa, Nordafrika und Vorderasien. Gründe dafür sind der hohe Goldgehalt und die daraus folgende Stabilität der Goldwährung. Mit dem Niedergang von Byzanz verfällt auch dessen Währung.

Die Goldzirkulation im Rahmen der staatlichen Institutionen nimmt im frühen Mittelalter ab. Andererseits entwickelt sich das Geld in zunehmendem Maße zu einem Tauschmittel, welches dem Handels- und Marktgeschehen dient. Die ursprüngliche Goldwährung verliert als Zahlungsmittel an Bedeutung und wird nur noch als eine Art Wertspeicher gehortet. Die meisten Wohlhabenden wechseln zur Silberwährung, da Gold seltener und teurer ist als Silber. Silber weist lediglich den reinen Rechenbezug zum Gold auf.

15. und 16. Jhr.

Portugals Entdeckungsfahrten und die nachfolgende Kolonialisierung bringen afrikanisches Gold nach Europa. Jedoch gelingt es Portugal nicht, Goldvorkommen unter seine Kontrolle zu bringen. Die eingeführten Goldvorräte von von etwa 700 Kilogramm im Jahr kommen durch Tauschhandel zustande.

Funde belegen, dass in Westafrika seit mindestens 2.000 Jahren Gold gewonnen wird. Neben dem Königreich Mail (Gebiet im nordöstlichen Guinea) verfügt das Ashanti-Reich auf dem Territorium des heutigen Ghana, das vom Ende des 17. bis zum ausgehenden 19. Jahrhundert besteht, über reiche Goldvorkommen. Die 1897 gegründete Ashanti Goldfields Corporation ist unter dem Namen AngloGoldAshanti noch heute einer der größten Goldproduzenten der Welt.

Goldrausch im 19. Jahrhundert

Das 19. Jahrhundert steht im Zeichen des Goldes. Der Goldrausch beginnt in den 1820er Jahren in Russland, wo im Uralgebirge und später auch in Sibirien Goldvorkommen entdeckt werden. Im Januar 1848 findet man im kalifornischen Sacramento Valley Gold. Viele Menschen aus aller Herren Länder kommen in die Region, um ihr Glück zu versuchen. Weiter geht es 1851 mit der Entdeckung von Goldlagerstätten in Australien, wo in verschiedenen Gebieten in den folgenden Jahrzehnten weitere Lager erschlossen werden. Im März 1886 stößt man im südafrikanischen Transvaal, am so genannten Witwatersrand, auf die ergiebigste Goldlagerstätte der Welt. Der letzte Goldrausch des Jahrhunderts spielt sich in Alaska ab, wo im August 1896 am Mündungsgebiet des Klondike River in den Yukon River Gold gefunden wurde. Die reichen Vorkommen, die den Goldrausch ausgelöst haben, gewinnen erhebliche Bedeutung für die Wirtschaftskraft des jeweiligen Landes.

1944-1971

In den Jahren 1944 bis 1971 ist der US-Dollar an Gold gebunden. Jedes Land, das dem so genannten Bretton Woods System beitritt, hat das Recht, Dollar-Reserven zu einem fixen Preis von 35 USD je Unze in Gold umzutauschen. Vorrangige Ziele der Konferenz in Bretton Woods, New Hampshire, sind die Wiederherstellung der Wirtschaftsmacht Europa und die Belebung und Vereinfachung des Welthandels. Zu diesem Zweck sollen die Wechselkurse zwischen den Währungen stabilisiert werden. Trotz wirtschaftlicher Erfolge treten in der Folge die Mängel der Währungsordnung immer deutlicher zutage. Das Fehlen von Mechanismen der Zahlungsbilanzanpassung und die Vormachtstellung des US-Dollars lassen das System bröckeln...

1971

Im August 1971 beendet US-Präsident Richard Nixon eine Ära: Er hebt die Bindung des US-Dollars an Gold auf und beendet das in Bretton Woods festgezurrte Weltwährungssystem.

März 1973

Im März 1973 werden die Devisenbörsen in vielen Ländern Europas geschlossen, da das Bretton Woods System zusammenzubrechen droht. In der Folge wird das System offiziell außer Kraft gesetzt. Die Mehrzahl der großen Industrienationen geht zu einem System flexibler Wechselkurse über. Den Anfang machen die Schweiz und Großbritannien.

Januar 1980

Zu Beginn des Jahres 1980 steigt der Goldpreis erstmalig auf 850 US-Dollar (inflationsbereinigt 2.100 US-Dollar). Steigende Ölpreise und die damit verbundene hohe Inflation, der sowjetische Einmarsch in Afghanistan und die Revolution in Iran treiben Anleger weltweit in den "sicheren" Hafen Gold.

August 1999

In der Folge schaffen es die USA, die Inflation stark zu verringern. In einer langjährigen Phase des Aufschwungs sinkt der Goldpreis. Spekulationen über eine Reduzierung der Gold-Reserven der Notenbanken drücken ihn im August 1999 auf 251,70 US-Dollar.

Oktober 1999

Nur zwei Monate später einigen sich 15 europäische Zentralbanken auf eine Begrenzung der Gold-Verkäufe. Die Folge: Der Goldpreis steigt auf ein Zwei-Jahres-Hoch von 338 US-Dollar.

Februar 2003

Seit Beginn der 2000er-Jahre steigt der Goldpreis stetig. Experten sind der Meinung, der Anstieg hängt mit der wachsenden Schuldenlast der USA und der Schwächung des US-Dollars gegenüber anderen Währungen zusammen. Der Einmarsch der US-Truppen in den Irak und die damit verbundene Angst vor einem Flächenbrand in der Region treibt Gold auf den höchsten Stand seit viereinhalb Jahren: 388,50 Dollar.

2003 bis 2005

In den folgenden beiden Jahren nimmt der Goldpreis die Marken von 400 und 500 US-Dollar.

April bis Juni 2006

Der schwächelnde Dollar, steigende Ölpreise und der Atom-Konflikt mit Iran treiben Gold auf 730 US-Dollar. Das ist der höchste Stand seit 26 Jahren. Im Juni drücken Gewinnmitnahmen den Preis wieder auf 543 Dollar.

September 2008

Der Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers verändert die globale Finanzwelt - und beschert dem Goldpreis den größten Tagesgewinn der Geschichte: Am 17. September 2008 steigt Gold binnen 24 Stunden um 90 Dollar.

Februar 2009

Im Zuge der weltweiten Finanzkrise erreicht der Goldpreis ungeahnte Höhen. Im Februar 2009 schießt Gold über 1.000 US-Dollar. Drastische Kursverluste an den internationalen Aktienmärkten und die Gefahr einer weltweiten Rezession lassen Anleger in den sicheren Hafen flüchten.

Von Januar bis März 2009 verbuchen börsennotierte Gold-Fonds (ETFs) Rekord-Mittelzuflüsse. Die Goldbestände des weltgrößten Gold-Fonds, SDPR Gold, steigen um 45 Prozent auf 1127,44 Tonnen.

2010

Der Goldpreis steigt von Rekord zu Rekord. Vor allem die Angst vor einer Ausweitung der europäischen Schuldenkrise treibt das Edelmetall. Die Nachfrage der Anleger beschert Gold im Gesamtjahr ein sattes Plus von fast 30 Prozent. Ende des Jahres lässt das milliardenschwere Fed-Anleihenkaufprogramm den Goldpreis auf über 1.400 Dollar steigen.

Allzeithoch im September 2011

Im August beschleunigt sich die Rekordjagd des Goldpreises. Einbrechende Aktienkurse weltweit verstärken die Flucht in Sicherheit. Binnen weniger Wochen legt der Goldpreis kräftig zu und steigt bis auf 1912 Dollar. Ein Anstieg über 2.000 Dollar gilt für die meisten Experten als ausgemacht. Doch tatsächlich folgt erst einmal ein langer Kursrutsch.

Juni 2013

Die Spekulationen auf eine nachlassende Schwemme billigen Notenbank-Geldes aus den USA setzen den Edelmetallen zu. Der Preis für Gold fällt in Richtung 1200 Dollar je Feinunze. Es droht der größte Quartalsverlust seit dem Zusammenbruch des Währungssystems von Bretton Woods Anfang der 1970er Jahre.

Oktober 2013

Der Goldpreis läuft auf den ersten Jahresverlust in 13 Jahren zu. Seit Anfang dieses Jahres ist der Preis des Edelmetalls um 22 Prozent gesunken. Indessen prognostizieren Investmentbanken weitere Verluste: Einer Morgan Stanley-Studie zufolge sein Preis 2014 im Schnitt 1313 Dollar pro Unze betragen - und damit niedriger ausfallen als die Prognose von 1420 Dollar für 2013. Grund ist die Geldpolitik der Fed: Investoren fürchten, dass die Rücknahme der Bondkäufe durch die Notenbank „verschoben, aber nicht aufgehoben” sei, was wenig Aufwärtspotenzial für das Edelmetall verspreche.

Februar 2014

Der Goldpreis kann in den ersten zwei Monaten des Jahres 2014 wieder etwas an Boden gewinnen. Er steigt von Anfang Januar bis Ende Februar um zehn Prozent auf 1330 Dollar pro Feinunze. Vor allem die steigende Nachfrage nach börsengehandelten Gold-Indexfonds, die das Edelmetall physisch erwerben, führt zu dem Preisanstieg. Zudem notiert der Goldpreis wieder über der wichtigen 200-Tage-Linie. Für technisch orientierte Investoren gilt dies als wichtiges Signal für eine Trendwende.

Mai 2014

Als der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine Mitte März zu eskalieren droht, suchten Anleger wieder verstärkt den sicheren Hafen Gold. Am 14. März stieg der Preis für eine Feinunze Gold bis auf 1383 Dollar an. Seither ging es aber permanent abwärts. Ende Mai liegt der Preis für eine Feinunze Gold mit 1294 Dollar leicht unter seinem Stand Ende Februar. Hedgefonds haben in der Woche zum 13. Mai ihre Wetten auf steigende Goldpreise (Netto-Long-Positionen) um 8,3 Prozent auf 94.329 Kontrakte reduziert, wie Zahlen der U.S. Commodity Futures Trading Commission zeigen. Short-Positionen legten dagegen um zehn Prozent auf 31.283 zu und markierten damit den höchsten Stand seit Februar.

Juli 2015

Anfang 2015 stieg der Goldpreis wieder auf 1.300 Dollar. Doch die Wirtschaft in den USA läuft rund und die Wachstumszahlen für 2015 sind erfreulich. Anleger gehen deshalb von einer baldigen Zinserhöhung der US-Notenbank Fed aus. Das würde den Dollar stärken und den Goldpreis belasten. Dementsprechend geht der Goldpreis seit Monaten auf Talfahrt und notierte am 22. Juli erstmals seit 2010 unter 1.100 Dollar.

Wer wirklich von Gold überzeugt ist, für den ist der Rückgang des Goldpreises kein Drama. „Kurzfristig rechnen wir mit einer Konsolidierung beim Goldpreis, da zu viel von dieser Anlageform gesprochen wird. Mittel- und längerfristig sehen wir den Goldpreis aber noch deutlich höher“, sagt der deutsche Vermögensverwalter Jens Ehrhardt, Gründer und Vorstand von DJE Kapital. Man kann es auch so sehen: Je tiefer der Goldpreis jetzt fällt, desto günstiger ist der Einstiegskurs.

Von

hac

Kommentare (23)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

25.08.2011, 13:22 Uhr

wer bei über 1.900,00 usd noch kaufen musste, hat wohl den einstieg bei unter 1.000,00 usd verpasst.
über dessen kompetenz muss man wohl kaum ein wort mehr verlieren.

Account gelöscht!

25.08.2011, 13:41 Uhr

Aufgrund der vielen Geldmengenvermehrung und der hohen Verschuldung der Staaten MUSS das Gold wesentlich mehr wert sein, als angegeben wird. Über die ständigen manipulativen Drückungen des Goldpreises wird leider nicht berichtet, schade.

Hanschen

25.08.2011, 13:44 Uhr

Ich "sammle" Kruegerrands 1oz seit ich zu meiner Konfirmation 2 Stück geschenkt bekam (1992). Seitdem habe ich peu a peu meinen physischen Bestand auf 117 Stück erhöhen können.
Anhand der noch vorhandenen Originalrechnungen meines bevorzugten Lieferanten habe ich teilweise noch etwa 250 DM, noch vor gar nicht allzu langer Zeit etwa 250-300 Euro bezahlen müssen.
Es lässt mich also relativ kalt, wenn der Goldpreis korrigiert. Ab 1500 Dollar würde ich sogar ordentlich nachkaufen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×