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17.06.2013

10:45 Uhr

Erwartetes Fed-Statement

Euro gibt leicht nach

Zum Wochenbeginn hat der Euro den hohen Stand vom Freitag nicht beibehalten: Die Anleger erwarten klare Signale der US-Notenbank zu einer Drosselung von Wertpapier-Käufen. Der Dollar konnte etwas Boden gutmachen.

Ein Börsenhändler beobachtet in Tokio die Kurse. Reuters

Ein Börsenhändler beobachtet in Tokio die Kurse.

Frankfurt/TokioDer Euro ist am Tag vor Beginn der Sitzung des US-Offenmarktausschusses (FOMC) mit leichten Verlusten in die neue Handelswoche gestartet. Investoren dürften sich vor der Sitzung der US-Notenbank Fed am Mittwoch wenig aus der Deckung wagen, sagten Händler. Am Morgen notierte die Gemeinschaftswährung leicht im Minus bei 1,3331 US-Dollar. Im asiatischen Handel war der Kurs zwischenzeitlich bis auf 1,3358 Dollar geklettert.

Anleger erhofften sich von dem Gremium der US-Notenbank Fed, das über die Geldpolitik entscheidet, klare Signale über eine mögliche Drosselung der Wertpapier-Käufe, schrieb Commerzbank-Analystin Thu Lan Nguyen in einem Kommentar. Darüber wird an den Finanzmärkten seit Wochen heiß diskutiert. Derzeit kauft die Fed zur Ankurbelung der Konjunktur monatlich Anleihen und Immobilienpapiere im Volumen von 85 Milliarden Dollar auf. Im Börsenjargon heißen diese Maßnahmen „Quantitative Easing” (QE).

Vor diesem Hintergrund werde der Euro bis zur Veröffentlichung eines Fed-Statements am Mittwochabend in einer engen Spanne gefangen bleiben, fügte die Commerzbank-Expertin hinzu. „Sollte Fed-Chef Ben Bernanke am Mittwoch ein wenig Licht ins QE-Dunkel bringen, könnte dem Dollar allerdings ein Comeback bevorstehen. Schließlich ist allein die Unsicherheit darüber, wann und vor allem aus welchen Gründen die Fed ihre expansive Geldpolitik zurückfährt, ein Belastungsfaktor für den Greenback.”

Am Rentenmarkt ging der Bund-Future um 30 Ticks auf 143,56 Punkte zurück. Er litt Börsianern zufolge unter der Aussicht auf eine freundliche Eröffnung des Dax. Aber auch hier sorge die für Dienstag und Mittwoch geplante FOMC-Sitzung für Zurückhaltung.

Der Dollar hat zu Wochenbeginn zum Yen wieder etwas Boden gutgemacht. Mit rund 95 Yen notierte die US-Währung deutlich über ihrem Freitagsschluss von 94,07 Yen. „Der Dollar profitiert von dem Kursplus an der Tokioter Börse”, erklärte ein Händler. Der Nikkei-Index hatte 2,7 Prozent höher geschlossen. Die Enttäuschung über die japanische Geldpolitik hatte in der Vorwoche massive Gewinnmitnahmen beim Greenback ausgelöst und den Höhenflug der US-Währung zum Yen jäh gestoppt. Über drei Prozent hatte der Dollar an Wert verloren. Am Freitag fiel er zeitweise bis auf ein Zwei-Monats-Tief von 93,75 Yen. Auch der Euro holte zum Yen auf und notierte mit 126,73 Yen deutlich über dem Freitagsschluss von 125,53 Yen.

Kommentare (4)

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17.06.2013, 13:24 Uhr

Nur wenn die Euro-Kritiker verschiedener Provenienz ihre Differenzen solidarisch diskutieren und sich auf gemeinsame Schritte gegen den Money-Trust aus Europäischer Zentralbank und Federal Reserve einigen, werden wir aus dem gegenwärtigen Schlamassel herauskommen und überhaupt das Tor zu den unterschiedlichen Alternativen aufstoßen können.

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17.06.2013, 17:25 Uhr

@bitcoin_berlin: wie soll das denn bitte geschehen.
derzeit hacken sich parteipolitiker um des wahlkampfes willen unkonstruktiv die augen aus. gerade gestern beim parteitag: die linke eiert rum, ohne position zu beziehen - was zu erwarten war.
also: wie dieser forderung nachkommen?

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17.06.2013, 17:39 Uhr

@goldloeckechen:
Ich nutze mal die Antwortfunktion... ;-)

Es gibt da eine Veranstaltung zum Thema, die ich gearde im Netz fand, die behauptet, einen Brükenschlag zu meistern: "Wir haben es geschafft, Vertreter der unterschiedlichsten Denkansätze zur gemeinsamen Debatte zu bewegen. Während ansonsten Vollgeld-Theoretiker, Privatgeld-Fans, Gold-Liebhaber, Zins-Gegner und aufgeklärte Keynesianer hübsch unter sich bleiben und ihre jeweils eigene Anhängerschaft sammeln, wollen wir gerade aus der Debatte der Widersprüche Gewinn ziehen."

Das Ganze nennt sich "Geldwerkstatt":
https://www.compact-magazin.com/werkstatt-geld/

Bin mal gespannt, ob sich der Eintrittspreis lohnt - so viel ist es ja nicht für die Anzahl an Referenten. Wobei nicht alle meinem Gusto entsprechen...

Weiß jemand hier dazu mehr?

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