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07.01.2004

17:34 Uhr

Euro bleibt im Aufwärtstrend

Dollar erholt sich kurzfristig vom Rekordtief

Der Dollar hat sich zwar heute von seinem am Dienstag markierten Rekordtief erholt. Analysten sehen darin aber nur eine kurze Verschnaufpause und erwarten ein Fortsetzen der monatelangen Talfahrt. Der Euro kostete am Nachmittag 1,2691/95 Dollar, nachdem er am Dienstag einen Rekordstand von 1,2812 Dollarerreicht hatte.

HB FRANKFURT. „Der Trend ist nicht gebrochen und das Risiko ist, dass wir weiteres Aufwärtspotenzial für den Euro haben. Aber wir könnten eine Verlangsamung des Tempos sehen“, sagte Jane Foley, Devisenstrategin bei Barclays Capital. „Das wäre eine Erleichterung, schließlich waren die Euro-Kursgewinne zuletzt extrem heftig“, fügte sie hinzu. Ein Händler sagte ergänzend: „Zumindest heute will niemand aggressiv handeln, weil der Markt sehen will, wie weit der Kurs des Euro zurückkommen wird.“

Mit Spannung warteten Börsianer auf die Rede von US-Finanzminister John Snow am Mittwochnachmittag europäischer Zeit auf einer Veranstaltung der US-Handelskammer zum politischen und wirtschaftlichen Ausblick auf 2004. Sie erhoffen sich davon einen Fingerzeig für die weitere Entwicklung der US-Währung.

Der Euro hat seit Anfang 2003 gegenüber dem Greenback mehr als 20 Cent an Wert gewonnen. Die Zweifel vieler Anleger an der Finanzierbarkeit der US-Defizite bei Leistungsbilanz und Haushalt hatten den Dollar unter Verkaufsdruck gesetzt. Es wird befürchtet, dass ein weiterer Kursgewinn der Gemeinschaftswährung die Exporte in den Dollar-Raum verteuern und damit eine Erholung der europäischen Wirtschaft behindern könnte. 51 von Reuters jüngst befragte Devisenexperten rechnen bis Ende März mit einem Euro bei 1,27 Dollar. Im Jahresverlauf rechnet die Mehrheit aber mit einem Euro-Stand von 1,30 Dollar und mehr.

Im Referenzkursverfahren EuroFX wurde der Kurs des Euro am Mittwoch mit 1,2662 (Vortag 1,2742) Dollar festgelegt. Die EZB ermittelte den Referenzkurs mit 1,2679 (1,2756) Dollar.

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