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17.12.2015

17:47 Uhr

Euro fällt

Händler raten nach Fed-Entscheidung zum Dollar-Kauf

VonBloomberg

Dollar hui, Euro pfui: Der Zinsentscheid der US-Notenbank Fed drückt die Gemeinschaftswährung und beflügelt den Greenback. Damit folgen die Anleger den Einschätzungen der Experten: Sie raten zum Dollar-Kauf.

Der Euro fällt – bereits drei Handelstage in Folge. AFP

Steter Niedergang

Der Euro fällt – bereits drei Handelstage in Folge.

BerlinDer Euro hat am Donnerstag den dritten Tag in Folge zum Dollar nachgegeben. Nach der Zinserhöhung der US- Notenbank am Vorabend rieten Devisenhändler verstärkt zum Kauf des Greenback.

Zuletzt verlor der Euro 0,5 Prozent auf 1,0854 Dollar und hat damit in den vergangenen drei Handelstagen 1,3 Prozent an Wert verloren.

Der Bloomberg Dollar Spot Index, der die Entwicklung der US-Währung gegenüber den zehn wichtigsten Weltwährungen abbildet, stieg am sechsten Tag in Folge. Seit Jahresbeginn hat der Index 9,1 Prozent zugelegt.

Euro-Wechselkurs: Der gute Riecher von Goldman Sachs

Euro-Wechselkurs

Der gute Riecher von Goldman Sachs

Seit mehr als einem Jahr sagt die US-Bank die Parität vom Euro zum Dollar voraus – und galt mit dieser Position lange als wagemutig. Doch Goldman könnte schon bald Recht bekommen.

Die US-Notenbank hatte am Vorabend erstmals seit 2006 die Leitzinsen angehoben. Nach diesem Schritt raten Strategen von JPMorgan Chase & Co., Goldman Sachs Group Inc., Royal Bank of Scotland Group Plc und BlackRock Inc. zum Kauf des Dollar.

Zum Franken verlor der Euro 0,3 Prozent auf 1,0776 Franken, während die Schweizer Währung zum Dollar 0,3 Prozent sank auf 99,26 Rappen. Der Yen gewann zum Euro 0,1 Prozent auf 133,22 Yen und verlor zum Dollar 0,4 Prozent auf 122,67 Yen.

Gedankenspiele: Die Optionen der EZB

Kaufprogramm verlängern

Bislang sind die Anleihekäufe bis September 2016 terminiert. Die EZB könnte sie so lange fortführen, bis ihr Inflationsziel von knapp zwei Prozent erreicht ist.

Kaufvolumen erhöhen

Das Volumen der Wertpapierkäufe von aktuell 60 Milliarden Euro pro Monat ließe sich anheben. Damit einzelne Staatsanleihen nicht knapp werden, könnte die EZB den Einlagenzins senken oder die Auswahl der gekauften Anleihen erhöhen.

Anleihesortiment anpassen

Die EZB könnte zum Beispiel auch Anleihen von Städten, Bundesländern oder sogar Unternehmen kaufen.

Einlagenzins senken

Banken, die über Nacht Geld bei der EZB parken, zahlen aktuell einen Strafzins von 0,2 Prozent. Ein höherer Strafzins wäre im Rat leichter durchzusetzen. Er könnte gestaffelt werden und würde dann erst gelten, wenn die bei der EZB geparkte Liquidität einer Bank eine Obergrenze überschreitet.

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