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06.03.2012

16:03 Uhr

Euro fällt

Markt fürchtet Platzen der Griechen-Umschuldung

Aus Angst vorm Platzen der griechischen Umschuldung ist der Euro auf ein Zweieinhalb-Wochen-Tief gefallen. Einige Investoren spekulierten auch auf eine Abkühlung der Weltkonjunktur.

Die Angst vorm Platzen der Griechen-Umschuldung lässt den Euro fallen. dpa

Die Angst vorm Platzen der Griechen-Umschuldung lässt den Euro fallen.

FrankfurtDie Furcht vor dem Scheitern der Griechenland-Rettung hat dem Euro am Dienstag zugesetzt. Am Markt kursierten - von Athen inzwischen inzwischen dementierte - Gerüchte, dass die Annahme-Frist für den Anleihe-Tausch wegen zu geringer Beteiligung verlängert werden soll. Außerdem spekulierten Börsianern zufolge einige Investoren nach einer Serie schwacher Konjunkturdaten aus China auf eine Abkühlung der Weltkonjunktur.

Der Euro fiel zeitweise auf ein Zweieinhalb-Wochen-Tief von 1,3129 Dollar und kostete damit knapp einen US-Cent weniger als zum New Yorker Vortagesschluss. Auf der Suche nach einem „sicheren Hafen“ nahmen einige Anleger Kurs auf die Weltleitwährung. Der Dollar-Index stieg um bis zu 0,6 Prozent. Auch Bundesanleihen blieben gefragt. Der Bund-Future verteuerte sich in der Spitze um 51 Ticks auf 140,34 Zähler. Ihm fehlten damit gerade einmal fünf Punkte zu seinem Rekord-Hoch vom Vortag.

„Der Markt schaut einerseits auf die Ereignisse in Griechenland und andererseits auf die nächsten Konjunkturdaten, um Hinweise darauf zu erhalten, wie das Wachstum in der zweiten Jahreshälfte ausfällt“, sagte ING-Anlagestratege Alessandro Giansanti. „Wachstum ist derzeit enorm wichtig. Spanien ist mit dem Verfehlen seiner Ziele voraussichtlich nur ein Land von vielen.“

China hatte zu Wochenbeginn seine Wachstumsprognose auf 7,5 Prozent gesenkt und Maßnahmen zur Ankurbelung der Binnenkonjunktur angekündigt. Im Laufe der Woche will das aufstrebende Schwellenland einige Konjunkturdaten veröffentlichen, unter anderem zur Industrieproduktion. Am Freitag stehen zudem die US-Beschäftigtenzahlen auf dem Terminplan, die Hinweise auf die Aussichten für die weltgrößte Volkswirtschaft liefern.

Kommentare (2)

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maui

06.03.2012, 16:14 Uhr

Jetzt, JETZT geht es langsam aber richtig los. Es gewinnt an Eigendynamik, die Fahrt gewinnt an Fahrt. Da schauen auch der Schäuble, der Draghi, der in Nobelfassade inhaltsleere Barri in Brüssel oder auch der wegen Überanstrengung zurück gewichene Junck der EU - einfach nur: ZU. Es rollt, die Eigendyamik gerät ins Rollen. Die Felsen rollen mit jeder Sekunde nach physikalischen Gesetzen, die eine beinahe 90Grad-Steigung berücksichtigen, immer schneller, auch leiser abwärts.
Wir sehen uns! - am Boden. Schöne Fahrt!

Account gelöscht!

07.03.2012, 08:56 Uhr

Liebe Redaktion, bitte fragt doch nicht nur die Banken, wie sie die Folgen eines Scheiterns des Schuldenschnitts einschätzen. Deren Antworten sind doch klar. Sie verlieren dann nicht nur ihre Papiere, sondern zugleich auch die schöne Möglichkeit, immer mehr und immer wieder Geld vom europäischen Steuerzahler zu bekommen. Das war doch für sie eine wirklich feine Sache – SIE haben gezockt und WIR haben das Risiko getragen. Damit wäre dann natürlich Schluss. GR bekäme die Drachme und wenn es dann wieder eine Unterstützung gäbe, dann käme sie direkt nach GR, um der Wirtschaft dort auf die Beine zu verhelfen und die schlimmste Not zu lindern. Die Drachme wäre also für die Banken schlecht. Deshalb wollen sie uns Angst machen.
Deshalb: bitte fragt doch mal andere wie z.B. Prof. Sinn. Aber zum Glück gibt es ja inzwischen auch viele andere gute Wissenschaftler, die sich trauen.

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