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17.11.2015

09:24 Uhr

Euro-Kurs

Europas Währung im Tiefflug

Die wachsende Gewissheit, dass die USA im Dezember die Zinsen erhöhen, schiebt den Dollar an – und drückt im Umkehrschluss den Euro-Kurs. Händler sehen heute „kein gutes Omen“ für die Gemeinschaftswährung.

In den kommenden Wochen bringt die Europäische Zentralbank den neuen 20-Euro-Schein (im Hintergrund) in den Markt. dpa

EZB-Präsident Mario Draghi

In den kommenden Wochen bringt die Europäische Zentralbank den neuen 20-Euro-Schein (im Hintergrund) in den Markt.

FrankfurtSpekulationen auf eine baldige Zinserhöhung in den USA haben den Dollar am Dienstag auf ein Sieben-Monats-Hoch zum Euro getrieben. Die Gemeinschaftswährung fiel zurück bis auf 1,0651 Dollar. Aus Sicht vieler Experten hat die Mehrheit der Marktteilnehmer die Zinswende im Dezember inzwischen eingepreist.

Während die US-Notenbank die Zügel in absehbarer Zeit straffen wird, richten sich die Investoren im Euro-Raum auf eine mögliche Ausweitung der ohnehin schon lockeren Geldpolitik ein. Neue Nahrung erhielten diese Spekulationen durch EZB-Chefvolkswirt Peter Praet, der sich besonders wegen der niedrigen Inflationserwartungen besorgt zeigte. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg sagte er, dass der schwache Preisdruck mittelfristig anhalte. Die Abwärtsrisiken seien möglicherweise etwas gestiegen.

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„Alles in allem keine erfreulichen Nachrichten und damit kein gutes Omen für den Euro heute. Die ZEW-Konjunkturerwartungen müssten heute schon deutlich positiv überraschen, um die Stimmung für den Euro wieder aufzuhellen“, urteilte Commerzbank-Analystin Thu Lan Nguyen.

Von

rtr

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