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22.01.2013

10:19 Uhr

Euro legt zu

„Wir rechnen mit einer positiven Überraschung“

Der Euro profitiert von der weiteren Lockerung der japanischen Geldpolitik und nähert sich seinem Elf-Monatshoch. Für Antrieb sorgen allerdings auch die erwarteten Konjunkturdaten.

Euro-Münze auf einer EU-Fahne. Der Euro hat wegen der Geldschwemme aus Japan zugelegt. dpa

Euro-Münze auf einer EU-Fahne. Der Euro hat wegen der Geldschwemme aus Japan zugelegt.

FrankfurtDer Euro hat am Dienstag nach einer erneuten Lockerung der Geldpolitik in Japan zugelegt. Am frühen Morgen erreichte die Gemeinschaftswährung in der Spitze 1,3358 US-Dollar. Innerhalb weniger Minuten nach der Veröffentlichung der geldpolitischen Entscheidungen der Bank of Japan (BoJ) stieg der Euro etwa einen halben US-Cent. Er kletterte in die Nähe seines Elf-Monatshochs, dass am 14. Januar bei 1,3404 Dollar erreicht wurde. Am Vortag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,3323 (Freitag: 1,3324) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7506 (0,7505) Euro.

Der Euro habe von der erneuten Lockerung der Geldpolitik in Japan profitieren können, hieß es von Händlern. Die BoJ hatte am frühen Morgen ihr mittelfristiges Inflationsziel von 1 auf 2 Prozent erhöht und einen unbefristeten Ankauf von Staatsanleihen und anderen Wertpapieren beschlossen. Nach Einschätzung des Experten Lutz Karpowitz von der Commerzbank hielten sich am Devisenmarkt die Auswirkungen der geldpolitischen Entscheidungen in Japan aber in Grenzen.

Die Ratings der Euro-Länder

Belgien

S&P Rating: AA
Ausblick: Negativ
Moody's Rating: Aa3
Ausblick: Negativ
Fitch Rating: AA
Ausblick: Stabil

Deutschland

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Estland

S&P Rating: AA-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A1
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Finnland

S&P Rating: AAA
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Frankreich

S&P Rating: AA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aa1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AA+
Ausblick: Stabil

Griechenland

S&P Rating: B-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Caa3
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: B
Ausblick: Stabil

Irland

S&P Rating: BBB+
Ausblick: Positiv

Moody's Rating: Ba1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Italien

S&P Rating: BBB
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Baa2
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Luxemburg

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Malta

S&P Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A3
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Niederlande

S&P Rating: AA+
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Negativ

Österreich

S&P Rating: AA+
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Portugal

S&P Rating: BB
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Ba2
Ausblick: Positiv

Fitch Rating: BB+
Ausblick: Negativ

Slowakei

S&P Rating: A
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A2
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Slowenien

S&P Rating: A-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Ba1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Negativ

Spanien

S&P Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Baa3
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Zypern

S&P Rating: B
Ausblick: Positiv

Moody's Rating: Caa3

Ausblick: Negativ

Fitch Rating: B-

Ausblick: Stabil

Beim Euro sah Karpowitz allenfalls einen „Hauch von Bewegung“. Für den Commerzbank-Experten zeigte sich im jüngsten Kursverlauf Hinweise auf eine weitere Entspannung in der Euro-Schuldenkrise.

Für Bewegung sorgten auch die erwarteten Konjunkturdaten. Am Vormittag wird der ZEW-Index mit den Konjunkturerwartungen in Europa veröffentlicht. “Wir rechnen mit einer positiven Überraschung auf 20 Punkte, die dem Euro leichten Rückenwind verleihen dürfte”, schreibt Commerzbank-Analyst Lutz Karpowitz in einer Studie.

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