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06.12.2013

17:03 Uhr

Euro

US-Arbeitsmarktbericht belastet Eurokurs nur vorübergehend

Der Chef der EZB, Mario Draghi, hat die Leitzinsen nicht angetastet. Damit stabilisiert er den Euro. Die Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten stärken die Tapering-Spekulationen.

Euro-Münze: Die Gemeinschaftswährung bleibt stabil. dpa

Euro-Münze: Die Gemeinschaftswährung bleibt stabil.

FrankfurtDer besser als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktbericht hat den Eurokurs am Freitag nur vorübergehend belastet. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am Nachmittag mit 1,3681 US-Dollar gehandelt. Sie lag damit etwas höher als noch im frühen Handel. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Referenzkurs auf 1,3661 (Donnerstag: 1,3594) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7320 (0,7356) Euro.

Nach dem US-Arbeitsmarktbericht war der Euro kurzzeitig auf ein Tagestief von 1,3621 Dollar gefallen. Er erholte sich jedoch wieder von seinen Verlusten. Die Beschäftigtenzahl in den USA außerhalb der Landwirtschaft war im November zum Vormonat um 203 000 Stellen gestiegen. Volkswirte hatten lediglich mit einem Zuwachs um 185 000 gerechnet. Zudem ist auch die Arbeitslosenquote in den Vereinigten Staaten auf den tiefsten Stand seit fünf Jahren gefallen.

Ein Börsianer nannte die Daten „gut, aber auch nicht zu gut“, um Sorgen vor einer baldigen Drosselung der milliardenschweren US-Anleihekäufe noch stärker zu entfachen. Nach den guten Zahlen der vergangenen Tage sei der etwas bessere Arbeitsmarktbericht nun auch keine so große Überraschung mehr gewesen.

Die US-Notenbank orientiert sich bei ihrer Geldpolitik stark am Arbeitsmarkt. Eine baldige Verminderung der Anleihekäufe würde den Dollar tendenziell stützen. Die Wahrscheinlichkeit einer Drosselung der Anleihekäufe noch vor dem Frühjahr 2014 hat nach Einschätzung von Ralf Umlauf, Devisenexperte bei der Landesbank Hessen-Thüringen, mit den Zahlen aber weiter zugenommen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,8358 (0,8300) britische Pfund, 139,63 (139,31) japanische Yen und 1,2231 (1,2268) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1233,00 (1222,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 28 480,00 (28 710,00) Euro.

Von

dpa

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