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14.04.2014

17:33 Uhr

Eurokurs gefallen

EZB-Aussagen und Ukraine-Krise belasten

EZB-Präsident Mario Draghi macht klar: Die Stärke des Euros passt ihm nicht. Die Investoren haben den Hinweis verstanden. Sie verkaufen die europäische Gemeinschaftswährung.

Die EZB stellt eine erneute Lockerung der Geldpolitik in Aussicht. dpa/picture alliance

Die EZB stellt eine erneute Lockerung der Geldpolitik in Aussicht.

FrankfurtDer Kurs des Euro ist am Montag merklich gefallen. Die Aussicht auf eine möglicherweise noch lockere Geldpolitik in der Eurozone habe den Euro unter Druck gesetzt, sagten Experten. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am Nachmittag mit 1,3815 US-Dollar gehandelt. Am Freitagabend hatte der Euro noch knapp unter der Marke von 1,39 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montag auf 1,3827 (Freitag: 1,3872) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7232 (0,7209) Euro.

„Vor allem die Warnungen vor einem steigenden Euro-Wechselkurs durch EZB-Vertreter haben belastet“, sagte Johannes Jander, Devisenexperte von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Ein anhaltender Kursanstieg würde eine weitere geldpolitische Lockerung erfordern, hatte EZB-Präsident Mario Draghi am Samstag in Washington gesagt. Breit angelegte Anleihekäufe zur Schwächung des Euro sind so laut Jander wahrscheinlicher geworden. Ein weiterer Anstieg des Euro würde die schon sehr niedrige Inflationsrate weiter drücken und zudem auch die Konjunktur belasten. Anleihekäufe sind aber sehr umstritten. Jander erwartet daher, dass Draghi zunächst weiter durch verbale Aussagen versuchen wird, den Euro zu schwächen.

„Die Krise in der Ukraine hat zudem die Unsicherheit erhöht und auf den Euro gedrückt“, sagte Jander. Trotz eines angedrohten Anti-Terror-Einsatzes haben prorussische Separatisten in der Ostukraine ein Ultimatum der Regierung in Kiew verstreichen lassen. Der Dollar profitierte zudem von besser als erwartet ausgefallenen Einzelhandelsumsätze in den USA. Die Einzelhandelsumsätze waren im März so stark gestiegen wie seit September 2012 nicht mehr.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,82740 (0,82910) britische Pfund, 140,87 (140,69) japanische Yen und 1,2154 (1,2161) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1325,75 (1318,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 30 290,00 (30 000,00) Euro.

Von

dpa

Kommentare (1)

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14.04.2014, 12:32 Uhr

Tja, er macht halt Politik für die Krisenländer. Für uns ist das natürlich unschön, aber so ist das halt wenn man durch eine tausendjährige Währung auf Gedeih und Verderb aneinandergekettet ist.

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