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13.06.2016

14:07 Uhr

Europäische Zentralbank

EZB sieht in Ölpreisrutsch Zeichen für schwache Nachfrage

Die EZB glaubt nicht, dass der niedrige Ölpreis die breiten Auswirkungen einer schwachen weltweiten Nachfrage wettmacht. Für diese Entwicklung sehen die Währungshüter verschiedene Gründe.

Der niedrige Ölpreis hat laut EZB in mehreren ölimportierenden Ländern die Nachfrage nur wenig belebt. dpa

EZB

Der niedrige Ölpreis hat laut EZB in mehreren ölimportierenden Ländern die Nachfrage nur wenig belebt.

FrankfurtDie Europäische Zentralbank (EZB) zweifelt an der konjunkturstützenden Wirkung des jüngsten Ölpreisverfalls. Seit dem zweiten Halbjahr 2015 spiegelten niedrige Ölpreisnotierungen vor allem eine schwache Nachfrage wider, teilte die Europäische Zentralbank (EZB) am Montag in Frankfurt mit. Zwar könne ein niedriger Preis für das schwarze Gold in ölimportierenden Ländern weiterhin die Konjunktur stützen. Denn die Menschen hätten wegen kleinerer Tank- und Energierechnungen mehr Geld für andere Ausgaben zur Verfügung. „Das wird aber nicht notwendigerweise die breiteren Auswirkungen einer schwachen weltweiten Nachfrage wettmachen“, schätzt die Notenbank.

An den Märkten war der Preis für das Barrel der Nordseesorte Brent von Notierungen über 110 Dollar im Juni 2014 bis Januar 2016 um mehr als 70 Prozent gefallen. Dabei hatte Brent zeitweise neue Zwölfjahrestiefs um 27 Dollar markiert. Inzwischen erholen sich die Kurse wieder – aktuell kostet das Fass Brent um die 50 Dollar.

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Der niedrige Ölpreis hat laut EZB in mehreren ölimportierenden Ländern die Nachfrage nur wenig belebt. Einer der Gründe für die Euro-Wächter: Manche Haushalte müssten Schulden abbauen und würden deshalb Zugewinne beim verfügbaren Einkommen eher zum Sparen nutzen. Auch könne eine Rolle spielen, dass es dauere, bis Haushalte von der Nachhaltigkeit eines niedrigen Ölpreises überzeugt seien.

Von

rtr

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