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26.03.2012

09:46 Uhr

Experten uneins

Wie groß sind die Ölvorräte wirklich?

Ist das Ölfass halb leer oder halb voll? Die Experten sind sich nicht einig, was die Produktionskapazitäten und den tatsächlichen Bedarf an Rohöl betrifft. Saudi-Arabien will Bedenken über drohende Engpässe zerstreuen.

Grund für die Ölpreis-Rally sind vor allem Spannungen mit Iran. dpa

Grund für die Ölpreis-Rally sind vor allem Spannungen mit Iran.

LondonIst der Anstieg des Ölpreises nur eine Spekulationsblase oder gerechtfertigt? Droht ein Versorgungsengpass? Die Fragen werden je nach Interessenlage unterschiedlich beantwortet. Eine gemeinsame, verlässliche Datengrundlage fehlt.

„Meine einzige Mission ist es, Ihnen zu versichern, dass es keinen Angebotsengpass gibt“, sagt etwa der saudi-arabische Öl-Minister Ali al-Naimi. „Das Angebot ist knapp. Daher ist die Ausweitung der Produktion notwendig“, sagt dagegen US-Vize-Energieminister Daniel Ponemann.

Unbestritten ist, dass der Preis für die richtungsweisende Nordsee-Sorte Brent in den vergangenen Monaten um etwa ein Viertel gestiegen ist und Anfang März mit 128,40 Dollar je Barrel (159 Liter) ein Dreieinhalb-Jahres-Hoch markierte. Damit liegt der Brent-Preis nur noch knapp 20 Dollar unter seinem bisherigen Rekordwert von 2008.

Grund für diese Rally sind vor allem die Spannungen mit dem Iran. Der Westen wirft der Islamischen Republik vor, nach Atomwaffen zu streben. Vor diesem Hintergrund hat die Europäische Union ein Öl-Embargo verhängt, das zum 1. Juli in Kraft treten soll. Iran wiederum hat mehrfach mit der Sperrung der Straße von Hormus gedroht. Durch diese Meerenge im Persischen Golf wird rund 20 Prozent des weltweit geförderten Rohöls transportiert.

Kommentare (7)

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Klimaterror

26.03.2012, 10:08 Uhr

Die Ölvorräte nehmen laufend zu. Leere Ölquellen füllen sich wieder wie in Texas bekannt ist. Öl ist nicht fossilen Ursprungs wie uns die Ölkonzerne glauben machen. Die Politik findet das auch gut weil die gut vom "peak oil", das es seit dem Ölzeitalter gibt, lebt. Informieren sollen wir uns solange noch möglich: http://www.erdoelquelle.com/media/Oelschwindel$20Dr.$20Tischler.pdf
Das ist schon lange bekannt und von bekannten Universitäten nachgewiesen worden. Also bitte keine Aufregung.

keeper

26.03.2012, 11:01 Uhr

völlig obsolet.
Man schaue sich einfach die Ölfördermengen -gerade in Texas, oder auch das britische Nordseeöl- einmal an, dann ist eigentlich jedem sofort klar, wohin der Hase läuft.

Und neue Vorkommen werden -trotz stetig steigendem Aufwand- kaum nennenswerte gefunden, der absolute Löwenanteil lagert immernoch in den altbekannten Ölquellen.
(Wenn von irgendwelchen "gigantischen" Neuentdeckungen die Rede ist, handelt es sich von Volumina welche für maximal 180 Tage Welt-Rohölbedarf ausreichen.

Ein weiteres Indiz, daß das Öl ausgeht:
Die Produktion von Öl aus Ölsand.
Wieso dieser Aufwand, wenn Öl in Hülle und Fülle aus der Erde sprudelt?

oder einfach einen Blick auf die Entwicklung des "Energy-Returned on Energy-Invested" ERoEI werfen,
welcher sich von 1:100 auf 1:3,5 (bei Teersanden) verschlechtert hat.

Charts und Daten:
http://www.querschuesse.de/ol-artikel/

http://www.theoildrum.com/uploads/434/easttexas.png

kleinfeldt

26.03.2012, 11:44 Uhr

Die Welt schwimmt im ÖL! Alles Panikmache um die Preise möglichst hoch zu halten!

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