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08.02.2013

08:49 Uhr

EZB-Intervention

Nach Draghis Eingreifen bleibt Euro unter Druck

Von einer „sanften Verbalintervention“ war unter Experten die Rede: Der Präsident der Europäischen Zentralbank hatte sich besorgt über den seit 2012 massiv aufwertenden Euro geäußert.

Griechische Euromünze: Reaktion am Devisenmarkt sanft. dpa

Griechische Euromünze: Reaktion am Devisenmarkt sanft.

Frankfurt/MainDer Euro hat sich am Freitag nur geringfügig von kritischen Äußerungen aus den Reihen der EZB zur Höhe des Wechselkurses erholt. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,3380 US-Dollar und damit kaum mehr als am Vorabend. Ein Dollar war zuletzt 0,7463 Euro wert.

Der Euro hat am Freitagmorgen zum Dollar kaum verändert tendiert. Damit stabilisierte sich die Gemeinschaftswährung etwas, nachdem sie am Vortag mehr als einen Cent verloren hatte. Der Euro notierte zuletzt bei 1,3395 Dollar.

Auslöser der Verluste waren Aussagen von EZB-Präsident Mario Draghi auf der Pressekonferenz nach der EZB-Sitzung gewesen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstag auf 1,3546 (Mittwoch: 1,3517) Dollar festgesetzt.

Die Ratings der Euro-Länder

Belgien

S&P Rating: AA
Ausblick: Negativ
Moody's Rating: Aa3
Ausblick: Negativ
Fitch Rating: AA
Ausblick: Stabil

Deutschland

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Estland

S&P Rating: AA-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A1
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Finnland

S&P Rating: AAA
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Frankreich

S&P Rating: AA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aa1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AA+
Ausblick: Stabil

Griechenland

S&P Rating: B-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Caa3
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: B
Ausblick: Stabil

Irland

S&P Rating: BBB+
Ausblick: Positiv

Moody's Rating: Ba1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Italien

S&P Rating: BBB
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Baa2
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Luxemburg

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Malta

S&P Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A3
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Niederlande

S&P Rating: AA+
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Negativ

Österreich

S&P Rating: AA+
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Portugal

S&P Rating: BB
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Ba2
Ausblick: Positiv

Fitch Rating: BB+
Ausblick: Negativ

Slowakei

S&P Rating: A
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A2
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Slowenien

S&P Rating: A-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Ba1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Negativ

Spanien

S&P Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Baa3
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Zypern

S&P Rating: B
Ausblick: Positiv

Moody's Rating: Caa3

Ausblick: Negativ

Fitch Rating: B-

Ausblick: Stabil

EZB-Präsident Mario Draghi hatte sich am Donnerstag besorgt über den seit Sommer 2012 massiv aufwertenden Euro geäußert. Der Wechselkurs sei wichtig für Wachstum und Preisstabilität. Dementsprechend werde die Notenbank die Auswirkungen des starken Euro auf die Preisentwicklung im Auge behalten. Beobachter sprachen von einer „sanften Verbalintervention“ Draghis. Die Reaktion am Devisenmarkt fiel weniger sanft aus, der Euro gab um bis zu zwei US-Cent nach.

Ratings der größten Volkswirtschaften der Welt

USA

S&P Rating: AA+
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: AAA

Ausblick: Negativ

China

S&P Rating: AA-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aa3
Ausblick: Positiv

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Japan

S&P Rating: AA-
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Aa3
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: A+
Ausblick: Negativ

Deutschland

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Frankreich

S&P Rating: AA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aa1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AA+
Ausblick: Stabil

Vereinigtes Königreich

S&P Rating: AAA
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Aa1
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: AA+
Ausblick: Stabil

Brasilien

S&P Rating: BBB
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Baa2
Ausblick: Positiv

Fitch Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Italien

S&P Rating: BBB
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Baa2
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Russland

S&P Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Baa1
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Indien

S&P Rating: BBB-
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Baa3
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: BBB-
Ausblick: Stabil

Kanada

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Australien

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Spanien

S&P Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Baa3
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Schweiz

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

“Die Äußerungen des EZB-Chefs mündeten offensichtlich in verstärkten Zinssenkungserwartungen, die wir allerdings nicht teilen,” schrieb Ralf Umlauf, Volkswirt bei der Helaba in Frankfurt. “Wir rechnen im März erneut mit unveränderten Leitzinsen.”

Der Yen stieg zum Euro um 0,5 Prozent auf 124,76 Yen. Zum Dollar notierte die japanische Devise bei 93,16 Dollar 0,5 Prozent höher. Damit erholte sich der Yen etwas von dem vorherigen Absturz. Marktteilnehmer verwiesen darauf, dass technische Indikatoren auf eine überverkaufte Situation hindeuteten. Der Schweizer Franken legte zum Euro um 0,2 Prozent auf 1,2287 Franken zu. Zum Dollar war die eidgenössische Währung unverändert bei 91,77 Rappen.

Kommentare (2)

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08.02.2013, 11:25 Uhr

Was soll dieser Schwachsinn? Der Wert des Euros lag vor einigen Jahren bei 1,50 zum Dollar. Das hat damals niemanden gejuckt.

Aber heute geht es um die Daseinsberechtigung der Eurokraten, da ist offensichtlich alles erlaubt.

Das eine Währung für 17 unterschiedliche Volkswirtschaften nicht funktioniert ist hinlänglich bewiesen. Aber ALLE reiten sie diesen toten Gaul weiter, ohne Rücksicht auf Verluste für das jeweilige Volk.

Konrad_S

08.02.2013, 14:41 Uhr

1,60 Dollar je Euro, das wär das korrekte Bild. Darüber dürfte sich keiner beschweren, denn es würde die Stabilität (durch Sparmaßnahmen) gegenüber dem Dollar (Inflativ dank absoluter Überschuldung der USA) bestens darstellen.
Wer jetzt jammert hat doch nur Angst, die Exporte würden nicht mehr so super laufen. Was Draghi hier macht sollte eigentlich verboten werden, denn das ist Manipulativ und einfach unzutreffend.

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