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02.10.2013

11:56 Uhr

EZB-Ratssitzung

Euro kaum verändert gegenüber dem Dollar

Vor der zinspolitischen Sitzung der Europäischen Zentralbank bewegt sich der Euro gegenüber dem Dollar nur wenig. Draghi sagte, er sei bereit, Geld in das Bankensystem zu punkten. Experten erwarten eher Worte als Taten.

Vor der EZB-Ratssitzung steht der Euro gegenüber dem Dollar auf der Stelle. dpa/picture alliance

Vor der EZB-Ratssitzung steht der Euro gegenüber dem Dollar auf der Stelle.

FrankfurtDer Euro hat am Mittwoch vor der zinspolitischen Sitzung der Europäischen Zentralbank wenig Bewegung gegenüber dem Dollar gezeigt. Es ist die erste Sitzung, nachdem EZB-Präsident Mario Draghi geäußert hatte, er sei bereit, Geld in das Bankensystem zu pumpen.

Die europäische Gemeinschaftswährung wurde zuletzt bei 1,3530 Dollar kaum verändert zum Vortag gehandelt.

„Draghi wird eher Worte denn Taten sprechen lassen“, sagte Christian Schulz, Leitender Ökonom bei der Berenberg Bank in London. „Er wird sagen, dass weitere Langfristkredite immer noch auf dem Tisch liegen und dürfte vielleicht signalisieren, dass ein weiteres LTRO gegen Ende des Jahres kommt, aber ich erwarte heute keine geldpolitische Aktion“, ergänzte Schulz.

„Einige EZB-Ratsmitglieder haben zuletzt Sorge über das niedrige Niveau der Überschussliquidität geäußert“, sagte Joseph Capurso, Währungsstratege bei der Commonwealth Bank of Australia in Sydney. Hinweise auf ein weiteres LTRO „würden als Abwärtsdruck auf die europäischen Marktzinsen gesehen werden und Abwärtsdruck für den Euro bedeuten“, erläuterte er. Die Überschussliquidität nähert sich dem Niveau von 200 Mrd. Euro, das Draghi als Untergrenze bezeichnet hatte. Zum 30. September lag sie bei 216 Mrd. Euro, nachdem im März 2012 ein Höchststand von 813 Mrd. Euro verzeichnet worden war.

Der Schweizer Franken war zum Euro kaum verändert bei 1,2243 Franken. In Relation zum Dollar stieg der Franken 0,1 Prozent auf 90,49 Rappen.

Der Yen leget gegenüber dem Euro 0,6 Prozent zu auf 131,81 Yen. Zum Dollar verteuerte sich die japanische Devise um 0,6 Prozent auf 97,43 Yen. Japans Währung war aufgrund des US- Haushaltsstreits mit dem Stillstand des größten Teils der Verwaltung als 'sicherer Hafen' den zweiten Tag in Folge gefragt.

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