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18.10.2013

11:15 Uhr

EZB-Währungshüter Nowotny

Bedeutung des Euro nimmt zu

Das Vertrauen in die US-Währung hat unter dem US-Budgetstreit schwer gelitten. Die Rolle des Dollars als Leitwährung sieht EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny aber nicht gefährdet.

EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny ist sich sicher: Die amerikanische Währung werde auch auf lange Zeit wichtig bleiben, obwohl die Bedeutung des Euro am Markt wachse. Reuters

EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny ist sich sicher: Die amerikanische Währung werde auch auf lange Zeit wichtig bleiben, obwohl die Bedeutung des Euro am Markt wachse.

WienEZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny sieht die Rolle des Dollars als Leitwährung trotz des US-Budgetstreits nicht gefährdet. Die amerikanische Währung werde auch auf lange Zeit wichtig bleiben, obwohl die Bedeutung des Euro am Markt wachse, sagte Nowotny am Freitag in Wien.

„Es ist eine Erleichterung, dass dieser Kollaps nicht eingetreten ist“, sagte er. Der nun erzielte Kompromiss sei eine „Regelung, die nur kurze Zeit hält. Eine grundlegende Besserung ist nicht eingetreten, längerfristige Unsicherheit ist gegeben“, sagte Nowotny.

In Europa zeichne sich nach der Schuldenkrise für 2014 ein Ende der Rezession ab. Je stärker die Wirtschaft wachse, umso größer werde auch der Spielraum für Zinserhöhungen. Bei der Zinspolitik müsse der Währungsraum jedoch darauf achten, sich nicht zu stark vom internationalen Zinsumfeld zu entfernen. "Wir sehen derzeit keine Gefahr für Preisstabilität", sagte Nowotny. Die Inflation gehe zurück.

Dollar, Euro, Pfund - die Weltwährungen im Vergleich

1999

Anteil an weltweiten Währungsreserven:

Dollar: 66,4 Prozent
Euro: 22 Prozent
Yen: 7,1 Prozent
Pfund: 2,7 Prozent
Sonstige*: 1,5 Prozent

*exklusive Schweizer Franken

Quelle: EZB, Juli 2013

2000

Dollar: 66,6 Prozent
Euro: 23,6 Prozent
Yen: 7,3 Prozent
Pfund: 2,7 Prozent
Sonstige: 1,4 Prozent

2001

Dollar: 63,5 Prozent
Euro: 25,5 Prozent
Yen: 6,8 Prozent
Pfund: 2,7 Prozent
Sonstige: 1,1 Prozent

2002

Dollar: 62,1 Prozent
Euro: 27,7 Prozent
Yen: 5,5 Prozent
Pfund: 2,6 Prozent
Sonstige: 1,4 Prozent

2003

Dollar: 64,7 Prozent
Euro: 25,8 Prozent
Yen: 4,8 Prozent
Pfund: 2,5 Prozent
Sonstige: 1,9 Prozent

2004

Dollar: 66,3 Prozent
Euro: 24,2 Prozent
Yen: 4,6 Prozent
Pfund: 2,8 Prozent
Sonstige: 1,9 Prozent

2005

Dollar: 64,3 Prozent
Euro: 25,9 Prozent
Yen: 3,2 Prozent
Pfund: 2,7 Prozent
Sonstige: 1,7 Prozent

2006

Dollar: 65,1 Prozent
Euro: 25 Prozent
Yen: 4,2 Prozent
Pfund: 3,6 Prozent
Sonstige: 1,8 Prozent

2007

Dollar: 65,9 Prozent
Euro: 24,2 Prozent
Yen: 3,9 Prozent
Pfund: 2,7 Prozent
Sonstige: 1,9 Prozent

2008

Dollar: 64,6 Prozent
Euro: 25,2 Prozent
Yen: 3,3 Prozent
Pfund: 4,5 Prozent
Sonstige: 2,2 Prozent

2009

Dollar: 63,4 Prozent
Euro: 25,9 Prozent
Yen: 3,2 Prozent
Pfund: 4,3 Prozent
Sonstige: 3,1 Prozent

2010

Dollar: 62,1 Prozent
Euro: 25,8 Prozent
Yen: 3,5 Prozent
Pfund: 4,1 Prozent
Sonstige: 4,5 Prozent

2011

Dollar: 62,2 Prozent
Euro: 25,1 Prozent
Yen: 3,2 Prozent
Pfund: 4 Prozent
Sonstige: 5,4 Prozent

2012

Dollar: 61,9 Prozent
Euro: 23,9 Prozent
Yen: 3,9 Prozent
Pfund: 4 Prozent
Sonstige: 6,1 Prozent

Von

rtr

Kommentare (3)

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FreiheitFuerDeutschland

18.10.2013, 12:34 Uhr

Es wird noch ein hängen und würgen, aber ab 2018 wird es eine neue Währung geben. Ob sie wieder Deutsche Mark heißen wird oder Neumark, Taler, Goldmark,Zentral Mark, Europa Mark ist egal...aber der Euro ist heute schon am Ende.
Wir wollen die Deutsche Mark wieder haben !!!
Seit dem Euro sind die Preise nur gestiegen und die Firmen wollen keine anständigen Gehälter mehr zahlen, Gehalt wurde nicht verdopptel. Weg mit der sch*** zeitarbeit - moderner Sklavenhandel. Ja sind wir dennin Afrika`???

RumpelstilzchenA

18.10.2013, 12:52 Uhr

EZB-Populist!

NumberCrunsher

18.10.2013, 13:02 Uhr

Eine Steigerung von 22% (1999) auf 23,9% (2012) d.h. also ein Plus von 1,9% in 12 Jahren ist schon echt der Hammer. Aufgrund der Tatsache, dass der Anteil im Jahr 2002 schon auf 27,7% war, sehe ich eher eine negative Entwicklung. Erstaunlich ist aber die Entwicklung der "Sonstigen" von 1,5% (1999) auf 6,1% (2012). Darüber wäre m.E. ein Arikel viel interessanter gewesen. Z.B. "Bedeutung der sonstigen Währungsreserven vervierfacht sich!"

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