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17.01.2011

11:32 Uhr

Falschgeld-Statistik

Deutlich mehr „falsche Fuffziger“ in deutschen Geldbeuteln

In Deutschland wächst die Zahl falscher Geldscheine. Das Falschgeld-Volumen ist auf dem höchsten Stand seit 2005. Nach Angaben der Bundesbank wurden im vergangenen Jahr 14 Prozent mehr Blüten entdeckt. Vor allem 50-Euro-Noten sind bei den Fälschern beliebt.

dpa

HB FRANKFURT. Geldfälscher haben 2010 erneut mehr Blüten in Deutschland in Umlauf gebracht. Polizei, Handel und Banken zogen rund 60 000 gefälschte Euro-Banknoten aus dem Verkehr und damit 14 Prozent mehr als 2009, wie die Deutsche Bundesbank am Montag in Frankfurt mitteilte. Grund für den dritten Anstieg in Folge sei vor allem ein Ausreißer nach oben im ersten Halbjahr gewesen.

Die Polizei habe schnell reagiert und mehreren Verteilerbanden das Handwerk gelegt, sagte der Leiter des Nationalen Analysezentrums bei der Bundesbank, Rainer Elm. Abgeschreckt von raschen Verurteilungen hätten die Banden Deutschland im zweiten Halbjahr gemieden. Dadurch blieb das Aufkommen insgesamt deutlich unter dem Spitzenwert von 81 000 Fälschungen im Jahr 2004. "Das zweite Halbjahr geht in die richtige Richtung, die Zahlen sind ermutigend", sagte der Leiter des Zentralbereichs Bargeld bei der Bundesbank, Helmut Rittgen.

Der wirtschaftliche Schaden in Deutschland erhöhte sich gegenüber 2009 von 3,1 auf 3,4 Millionen Euro. Meist bleibt der Handel auf dem Schaden sitzen, wenn Verkäufer den Schwindel übersehen und der Betrug erst der Bank auffällt. Für Falschgeld gibt es keinen Ersatz.

In Deutschland sind inzwischen fast sechs von zehn Blüten ein "falscher Fünfziger", im Vorjahr war es nur knapp jede Zweite. Alle anderen Geldscheine sind seltener gefälscht worden als im Vorjahr. Mit Ausnahme des 20-Euro-Scheins (21 Prozent) und des 100-Euro- Scheins (15 Prozent) spielten andere Noten keine Rolle: Bei kleineren Stückelungen lohnt sich der Aufwand für die meist organisierten Fälscher nicht, größere sind schwieriger in Umlauf zu bringen.

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