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30.06.2011

10:07 Uhr

Finanzmärkte erleichtert

Euro steigt nach Griechenland-Votum

Die Finanzmärkte reagieren mit Erleichterung auf die Abwendung einer griechischen Insolvenz. Nach der Entscheidung der Griechen für ihr Sparprogramm legt der Euro zu und steigt über 1,45 Dollar.

Eine griechischen Euromünze. Quelle: dpa

Eine griechischen Euromünze.

FrankfurtDer Euro hat am Donnerstag von der Abwendung einer Insolvenz Griechenlands profitiert und ist über über die Marke von 1,45 US-Dollar gestiegen. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung bis zu 1,4518 Dollar und damit fast einen Cent mehr als am Vorabend. Ein Dollar war zuletzt 0,6888 Euro wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwochmittag auf 1,4425 (Dienstag: 1,4261) Dollar festgesetzt.

An den Finanzmärkten herrscht laut Händlern große Erleichterung nach der Zustimmung des griechischen Parlaments zu dem neuen Sparprogramm. Das Programm galt als Voraussetzung für neue Staatshilfen, ohne die Athen bald zahlungsunfähig gewesen wäre. Die heutigen Abstimmungen im griechischen Parlament zu den Ausführungsgesetzen des neuen Programms dürften für den Devisenmarkt allerdings weniger entscheidend sein, heißt es bei der Commerzbank. Händler erwarten, dass auch die Einzelgesetze zur Umsetzung des Sparpaketes gebilligt werden.

Unterstützung bekommt der Euro Händlern zufolge zudem von der erwarteten Zinserhöhung durch die EZB in der nächsten Woche. „Ich habe das Gefühl, dass selbst mit all den Problemen, der Euro attraktiv bleibt“, erklärte ein Händler. Schon jetzt bietet die Euro-Anlage mehr Rendite als US-Anlagen, da in den USA der Leitzins nahe null Prozent steht. In der Euro-Zone liegt der Zins dagegen bei 1,25 Prozent.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Europa

30.06.2011, 13:48 Uhr

Wenn die einzelnen europäischen Länder sich mal weniger wichtig nehmen würden, dann wäre der Euro eine echte Alternative zum Dollar bzw. könnte ihn ablösen.
Deutschland bezahlt ein fünftel des Rettungspakets und glaubt aber für die 4/5 mitbestimmten zu können, ich finde das schon ziemlich arrogant und überheblich. Deutschland ist wichtig für Europa, aber Deutschland darf nicht vergessen dass es nur das grösste Zahnrad im europäischen Getriebe ist und sie die Laufrichtung nicht alleine bestimmen können.

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