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10.01.2018

04:52 Uhr

Fotografie

Kodak entwickelt eigene Kryptowährung

Mit dem KodakCoin und der dazugehörigen Plattform KodakOne sollen Fotografen ihre Autorenrechte absichern und die Bilder vermarkten können. Die Ankündigung katapultierte die Aktie um mehr als 100 Prozent nach oben.

Kodak entwickelt eigene Kryptowährung KodakCoin dapd

Kodak

Das Unternehmen hatte einst die Entwicklung der klassischen Fotografie maßgeblich geprägt, verlor aber mit dem Vormarsch der digitalen Bilder den Anschluss.

RochesterAlles, was mit Digitalgeld zu tun hat, löst bei Anlegern einen Kaufreflex aus: Kaum hat Kodak eine eigene Kryptowährung für Fotografen angekündigt, hat sich der Aktienkurs mehr als verdoppelt. Mit dem KodakCoin und der dazugehörigen Plattform KodakOne sollen Fotografen ihre Autorenrechte absichern und die Bilder vermarkten können, wie das Unternehmen am Dienstag ankündigte.

Die Aktie schloss im US-Handel mit einem Plus von 120 Prozent bei knapp sieben Dollar. Und da war noch nicht Schluss: Nachbörslich kletterte die Aktie auf neun Dollar.

Über die Kodak-Plattform soll zugleich das Netz beobachtet werden, um eine unerlaubte Nutzung geschützter Bilder zu stoppen. Die Basis für das Angebot bildet die Blockchain-Technologie, mit der auch das Digitalgeld Bitcoin abgesichert wird. Kodak habe schon immer versucht, die Fotografie zu demokratisieren und für eine faire Vergütung der Autoren zu sorgen, erklärte Firmenchef Jeff Clarcke.

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Der Kurssprung bestätigt, dass Kryptowährungen und damit verbundene Begriffe eine gewaltige Anziehungskraft für Investoren haben – mit teilweise kuriosen Ergebnissen. Im Dezember hatte die Getränkefirma Long Island Iced Tee angekündigt, dass sie ihren Namen in Long Blockchain Corp. ändern werde. Der Aktienkurs verdreifachte sich sofort. In der Bitcoin-Kursrally gaben sich auch mehrere andere Firmen Namen wie Crypto Company, Nodechain oder Blockchain Group. Was genau sie mit Digitalwährungen zu tun hatten, war dabei mitunter schwer zu erkennen.

Kodak hatte einst die Entwicklung der klassischen Fotografie maßgeblich geprägt, verlor aber mit dem Vormarsch der digitalen Bilder den Anschluss. Aus einem Insolvenzverfahren ging das US-Unternehmen als Spezialist für digitalen Druck hervor.

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