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28.03.2014

09:52 Uhr

Franken

Schweiz bereit zu „unbeschränkten“ Devisenkäufen

Auch wenn der Franken laut der IWF leicht überbewertet ist, wird die Schweizerische Nationalbank den Mindestkurs von 1,20 Franken je Euro vorerst beibehalten. Dafür ist die SNB bereit, unbeschränkt Devisen zu kaufen.

Für den Mindestkurs von 1,20 Franken je Euro ist die Schweizerische Nationalbank bereit, unbeschränkt Devisen zu kaufen. dpa

Für den Mindestkurs von 1,20 Franken je Euro ist die Schweizerische Nationalbank bereit, unbeschränkt Devisen zu kaufen.

ZürichDie Schweizerische Nationalbank (SNB) wird den Mindestkurs von 1,20 Franken je Euro vorerst beibehalten und ist bereit, ausländische Währungen im unbegrenzten Ausmaß aufzukaufen. Das sagte Fritz Zurbrügg, Mitglied des SNB-Direktoriums, am späten Donnerstag bei einer Rede in Zürich.

Der Mindestkurs bleibe „auf absehbare Zeit notwendig“, erklärte er. „Wenn es nötig sein sollte, werden wir deshalb den Mindestkurs durch den Kauf von Devisen in unbeschränkter Höhe durchsetzen.“

Die Mehrheit der von Bloomberg News befragten Volkswirte geht davon aus, dass die SNB den Mindestkurs für mindestens ein weiteres Jahr beibehalten wird. Er war ursprünglich mit dem Ziel eingeführt worden, das Land vor den Risiken von Deflation und Rezession zu schützen.

Größte Banken der Welt (nach Bilanzsumme)

Platz 11

Deutsche Bank
Deutschland
1955 Milliarden Euro

Stand: Ende Juni 2015. Quelle: Bloomberg.

Platz 10

Barclays
Großbritannien
1960 Milliarden Euro

Platz 9

Bank of America
USA
1998 Milliarden Euro

Platz 8

BNP Paribas
Frankreich
2078 Milliarden Euro

Platz 7

Mitsubishi UFJ
Japan
2224 Milliarden Euro

Platz 6

JP Morgan Chase
USA
2402 Milliarden Euro

Platz 5

Bank of China
China
2408 Milliarden Euro

Platz 4

HSBC
Großbritannien
2489 Milliarden Euro

Platz 3

Agricultural Bank of China
China
2531Milliarden Euro

Platz 2

China Construction Bank
China
2627 Milliarden Euro

Platz 1

Industrial and Commercial Bank of China (ICBC)
China
3216 Milliarden Euro

„Des Weiteren ist der Franken nach wie vor hoch bewertet. Bei einem Dreimonats-Libor nahe null bleibt der Mindestkurs das angemessene Instrument, um eine unerwünschte Verschärfung der monetären Rahmenbedingungen zu verhindern, falls der Aufwertungsdruck auf den Franken wieder zunehmen sollte“, sagte Zurbrügg weiter.

Rückendeckung hatte die Nationalbank erst in dieser Woche vom Internationalen Währungsfonds erhalten. Der Franken sei „weiterhin leicht überbewertet“, hieß es am Montag in einer Erklärung des IWF

„Wir sehen bislang nicht, dass die Bedingungen für eine Aufgabe des Mindestkurses gegeben wären“, sagte Enrica Detragiache, die Missionsleiterin des IWF, am Montag auf einer Pressekonferenz in Bern. „Es ist vermutlich zu früh für die Feststellung, dass der Schweizer Franken und die Schweiz nicht länger als ein sicherer Hort fungieren, vor dem Hintergrund volatiler internationaler Kapitalmärkte.“

Detragiache sah eine Überbewertung des Franken um fünf Prozent bis zehn Prozent.

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