Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

02.09.2011

11:47 Uhr

Fremdwährungen

Rettung für Euro-Flüchtlinge

Quelle:WirtschaftsWoche Online

Schuldenkrise und Euro-Ängste treiben die Deutschen in Franken, Kronen und selbst in asiatische Devisen. Welche Währungen jetzt noch sicher sind, wie Anleger am besten investieren, welche Risiken sie kennen sollten.

Die Schuldenkrise lässt Anleger aus dem Euro in Fremdwährungen fliehen. dpa

Die Schuldenkrise lässt Anleger aus dem Euro in Fremdwährungen fliehen.

Frankfurt/PekingDer Test läuft unerwartet erfolgreich. „No English“, stammelt die Angestellte zwar. Doch binnen einer Minute holt sie eine Übersetzerin an Schalter drei der kleinen Filiale der Industrial and Commercial Bank of China in Peking. Ein Konto in Yuan zu eröffnen sei kein Problem, sagt die Frau – und füllt zwei Formulare aus. Dass der Kunde Deutscher ist und angibt, er habe keinen Wohnsitz in China, stört sie nicht. „Kein Problem, wir nehmen die Hotelanschrift“, schlägt sie vor – und schreibt „Kempinski“ ins Formular. Ein Visum will sie nicht sehen. In Deutschland, sagt die Übersetzerin, könne er an jedem Geldautomaten mit dem rot-blau-grünen Union-Pay-Logo Geld von seinem Konto abheben. Zehn Minuten später verlässt der Kunde die Bank, mit Yuan-Sparbuch samt Bankkarte – ein Traum für jeden Anleger, der aus Furcht vor Geldentwertung und Euro-Krise Alternativen sucht. China hat erklärt, seinen künstlich niedrig gehaltenen Yuan langsam aufzuwerten. Die Währungswette scheint eine sichere Sache.

Viel Freude daran dürfte der Mann mit dem Kempinski-Konto trotzdem nicht haben. Wer in China ein Konto eröffnet, muss dort gemeldet sein, das ist Gesetz. Die Damen in der Pekinger Filiale ignorierten es, weil sie wohl gerade Order von oben hatten, massig Einlagen hereinzuholen.

Privatanleger müssen andere Ziele ins Auge fassen: Wer Staatsschulden und Geldentwertung fürchtet, kauft Währungen wenig verschuldeter und stark wachsender Volkswirtschaften. Immer mehr tun dies bereits: Zwar fließt unter dem Strich weiter Kapital in den Euro-Raum – allein im Juni netto 75 Milliarden Euro aus anderen Währungsräumen in Euro-Papiere. Zugleich verbuchen deutsche Banken seit Jahresanfang zweistellige Zuwächse bei Konten, auf denen Privatkunden Geld in Franken oder Kronen anlegen. Ähnliches melden Goldhändler, die den Deutschen Krügerrand und Kilobarren verschaffen. „Wir sehen jeden Tag auch siebenstellige Einzelorders – das ist neu“, heißt es beim Händler Pro Aurum.

Gold zu kaufen ist einfach. Doch wie kommen Anleger an Fremdwährungen? Und bei welchen lohnt sich der Einstieg?

Kommentare (5)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Neutral

02.09.2011, 11:57 Uhr

Hochprozentiger Quatsch!

kritischer_beobachter

02.09.2011, 12:17 Uhr

Bei den Brüsseler und Berliner Azubis kein Wunder, wenn Deutsche in andere Währungen flüchten wollen...

Die Politik gibt jeden Tage mehr Gründe dafür...traurig aber wahr...

Heini

02.09.2011, 13:28 Uhr

Besser in Universalwährungen flüchten: Silber- und Goldmünzen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×