Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

27.02.2013

17:32 Uhr

Fünfter Verlustmonat

Das Ende der zwölf Jahre langen Gold-Rally?

Der Goldpreis steuert seinen fünften Verlustmonat in Folge an. Einige Marktteilnehmer gehen von einem Ende der Goldhausse aus. Spekulationen über ein Ende der Niedrigzinsphase hatten den Goldpreis belastet.

Kilogramm-Goldbarren von Heraeus. Der Goldpreis steuert den fünften Verlustmonat in Folge an. dpa

Kilogramm-Goldbarren von Heraeus. Der Goldpreis steuert den fünften Verlustmonat in Folge an.

FrankfurtGold neigte erneut zur Schwäche. Die Feinunze verlor am Kassamarkt zuletzt 0,5 Prozent auf 1605,17 Dollar je Unze und beendete damit eine Zwischenerholung am Vortag. Das Edelmetall bewegt sich auf den fünften Monatsverlust in Folge zu, was die Erwartung unterfüttert, die 12 Jahre währende Goldhausse könnte sich ihrem Ende nähern.

Was 2012 aus 1.000 Euro wurde

Zypriotische Aktien (CSE)

407 Euro

Öl (WTI)

899 Euro

Spanische Aktien (Ibex)

968 Euro

Chinesische Aktien (Shanghai Composite)

989 Euro

Sparbuch (Durchschnitt)

1005 Euro

Tagesgeld (Durchschnitt)

1014 Euro

US-Staatsanleihen

1029 Euro

Gold

1034 Euro

Bundesanleihen

1038 Euro

Dow Jones

1049 Euro

Silber

1052 Euro

Nikkei 225

1069 Euro

EuroStoxx 50

1149 Euro

Schweizerische Aktien (SMI)

1167 Euro

Italienische Staatsanleihen

1203 Euro

Euro-Unternehmensanleihen (Non-Investment-Grade)

1242 Euro

Irische Staatsanleihen

1297 Euro

Dax

1299 Euro

Griechische Aktien (ASE)

1342 Euro

Griechische Staatsanleihen (inkl. Schuldenschnitt, ohne Rückkauf)

1452 Euro

Türkische Aktien (ISE 100)

1576 Euro

Venezolanische Aktien (IBC)

2882 Euro

„Das Denken der Marktteilnehmer hat sich dahin gehend geändert, dass ein Ende der Niedrigzinsphase schneller eintreten könnte als bislang vermutet“, sagte Austin M. Poirier, Investmentstratege bei Ballentine Partners in Waltham, Massachusetts. „Das hat dem Gold-Markt für eine Weile den Boden entzogen.“ Die Unze Silber verlor 0,9 Prozent auf 29,14 Dollar.

Kommentare (12)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

27.02.2013, 11:02 Uhr

Goldman Sucks hat gestern ihren Kunden ebenfalls empfohlen ihr Gold den Goldmännern zu verkaufen...wie war das doch gleich nochmals mit der Empfehlung für Heinz-Aktionäre bevor Buffett zuschlug?!?

Liebes HB von wem habt ihr den Auftrag bekommen diesen Gold-Bashing--Artikel zu lancieren...was ist die Belohnung dafür?!?

Account gelöscht!

27.02.2013, 11:06 Uhr

Wirklich seltsam, daß angeblich drohende nominale Zinserhöhungen (die ungefähr die Chance eines Eiswürfels in der Hölle haben, außer als "Feigenblatt") offenbar die Rohstoffe (einschließlich dem Devisen-Rohstoff Gold) treffen sollen, nicht jedoch die Wirtschaft und die Finanzen der (Pleite-)Staaten. Sicherlich wurden die Zinsen seinerzeit künstlich durch die Zentralbanken nach unten manipuliert, um den Goldpreis zu stützen. Danke, liebe Zentralbanken, wie aufmerksam von Euch.

Wenn die Zinsen wirklich ernsthaft erhöht werden, dann kollabiert das Finanzsystem - aber Gold bleibt erfahrungsgemäß stehen, es schmilzt nicht mit (der Preis wird dann im Gegenteil stark hochschießen).

Für Gold ist es im übrigen egal ob der nominale Zins steigt oder nicht, was entscheidend ist, ist der Realzins (und die Angstkompenente). Solange dieser niedrig oder negativ ist, wird Gold steigen bzw. in seinem längerfristigen Bullenarkt bleiben.

Das ist keine Empfehlung jetzt (spekulativ) Gold zu kaufen, außer man hat noch keines. Es ist möglich, daß es noch einen finalen Abverkauf gibt, möglicherweise im Rahmen von einem generellen Crash (wo Gold typischerweise am Anfang mitmacht und dann aber durch "Flucht in Sicherheit" schnell wieder ansteigt). Die 1.5 jährige Seitwärtsbewegung hat viele "späte" spekulative Goldkäufer wohl mittlerweile zermürbt, ein finales Auswaschen der letzten Reste dieser schwache Hände ist durchaus noch möglich.

Account gelöscht!

27.02.2013, 11:10 Uhr

Um dem HB und seinen Redakteuren mal etwas Entlarvendes entgegenzusetzen, hier eine wirklich professionelle Analyse von Leuten die ihr Handwerk verstehen und die Psychologie hinter solchen gezielt platzierten Artikeln zu erstehen:

Gold kapituliert von Adam Hamilton
http://www.goldseiten.de/artikel/163696--Gold-kapituliert.html
Zitat:
Im Endeffekt ist die Goldpreiskapitulation der letzten Woche äußerst bullisch. Derart starke Sell-Offs finden von Zeit zu Zeit im Rahmen intakter langfristiger Bullenmärkte statt, wenn es zu bestimmten technischen Trends kommt, die von den Nachrichtenmeldungen unterstützt werden. Sie führen zu von extremer Angst ausgelösten, panikähnlichen Verkäufen, die sich schnell selbst ein Ende bereiten. Auch wenn sie eine große Herausforderung für die Psyche darstellen, sind diese Marktbereinigungen fast immer von entscheidenden Rallys gefolgt, wenn sich die Stimmungslage erholt.

Ein sehr lesenswerter Artikel!!!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×