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18.03.2004

18:40 Uhr

Furcht vor weiteren Attentaten

Eurostar-Streckensperrung belastet Dollar

Eine vorübergehende Sperrung der Eurostar-Eisenbahnstrecke zwischen London und Paris hat am Donnerstag die Furcht der Anleger vor neuen Attentaten genährt und damit den US-Dollar zum Euro unter Druck gesetzt.

HB FRANKFURT. Daneben wurde auch die Frage, ob Japan von seiner Politik der Deviseninterventionen abrückt, am Markt erneut heiß diskutiert. Die am Nachmittag veröffentlichten US-Konjunkturdaten wirkten sich dagegen praktisch nicht auf die Devisenkurse aus. Der Euro kostete zuletzt 1,2396 Dollar und lag damit gut einen US-Cent über dem Niveau vom frühen Nachmittag.

„Diese Nachricht (der Streckensperrung) verstärkt die seit Tagen vorherrschende Nervosität unter den Anlegern“, sagte ein Händler. „Viele nehmen diesen Vorfall zum Anlass, um den Dollar weiter zu schwächen.“ Mehrere Börsianer wiesen darauf hin, dass bereits vor Bekanntwerden der Streckensperrung Gerüchte um eine Bombendrohung gegen die Eurostar-Linie kursiert und für Dollar-Verkäufe gesorgt hatten.

Der Bahnverkehr auf der Eurostar-Linie zwischen Paris und London war nach Hinweisen auf ein verdächtiges Paket auf den Gleisen zeitweise unterbrochen worden. Der Betrieb sei mittlerweile aber wieder aufgenommen worden, teilte Eurostar mit. Die britische Polizei sperrte eigenen Angaben zufolge einen Teil der Strecke und verhaftete einen Mann wegen Terrorverdachts.

In den vergangenen Tagen hatten die Bombenanschläge von Madrid, bei denen am vergangenen Donnerstag 200 Menschen getötet und mehr als 1 500 verletzt worden waren, unter Anlegern die Furcht vor weiteren Attentaten genährt und Dollar-Verkäufe ausgelöst.

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