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18.06.2013

09:17 Uhr

Gefragter Rohstoff

Palmölpreis legt vor Ramadanbeginn deutlich zu

Der Palmölpreis ist auf den höchsten Stand seit Anfang März gestiegen. Eine anziehende Nachfrage entsteht unter anderem wegen des Beginns des Fastenmonats. Zudem seien die Lagerbestände rückläufig.

Palmöl ist das ergiebigste Pflanzenöl der Welt. dpa

Palmöl ist das ergiebigste Pflanzenöl der Welt.

FrankfurtEine anziehende Nachfrage vor dem Beginn des muslimischen Fastenmonats Ramadan hat den Preis für Palmöl am Dienstag auf den höchsten Stand seit März getrieben. Der in Kuala Lumpur gehandelte Future auf dieses als Lebensmittel und Bio-Kraftstoff verwendete Pflanzenfett verteuerte sich um 0,7 Prozent auf 2480 Ringgit (589 Euro) je Tonne. Zum abendlichen Fastenbrechen während des Ramadan wird traditionell aufwendig gekocht.

„Die Produktion kann mit den Exporten nicht mithalten, daher rechnen Händler mit rückläufigen Lagerbeständen“, sagte ein Börsianer. Reuters-Marktanalyst Wang Tao betonte, dass Palmöl aus charttechnischer Sicht Luft bis 2534 Ringgit habe.

Sechs Fakten über die Rohstoffmärkte

Viel Verbrauch...

Die Weltbevölkerung wächst und wächst. Prognosen gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2100 mehr als zehn Milliarden Menschen auf der Erde leben werden.

...und wenig Angebot

Rohstoffe wie Öl und Gold sind nicht endlos, dementsprechend teuer werden sie, wenn das Angebot sich verknappt.

13 Prozent

beträgt aktuell Chinas Anteil an der Weltwirtschaft. Die rohstoffhungrige Volksrepublik ist auf dem besten Wege die größte Handelsnation der Welt zu werden.

40 Prozent

der weltweiten Kupfer-, Zink- und Aluminiumproduktion verbrauchen die Chinesen.

30 Prozent mehr

als vor drei Jahren kosten nach Angaben des Food Price Index der Uno unsere Nahrungsmittel weltweit im Durchschnitt.

465 Prozent Gesamtrendite

konnten Anleger mit Aktien auf Goldminen seit 2002 einfahren.

Parallel zum Palmöl verteuerte sich am Dienstag auch Sojaöl. Der US-Future gewann 0,3 Prozent auf 48,99 US-Cent je Tonne und der in Shanghai gehandelte Kontrakt ein Prozent auf 7702 Yuan (941 Euro) je Tonne.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Joerg_Duerre

24.06.2013, 10:55 Uhr

Zum tatsächlichen Hintergrund empfehle ich das Buch
"Die Hungermacher" von Harald Schumann
Etwas reißerischer Titel aber sehr hilfreich für die Einschätzung realistischer Chancen mit soft commodities Geld zu machen.
Die verfügbaren Marktinformationen zu Palmöl sind so mager, dass Privatanleger nur verlieren können. Indonesien als weltweit größter Produzent publiziert z.B. ... nichts.

Sinkende Lagerbestände in Malaysia sind z.B. deshalb von sehr begrenzter Aussagekraft, da die Importe aus Indonesien nach Malaysia nicht mit aufgeführt werden. Ebenfalls fehlen Zahlen für die schwimmenden Lager der weltgrößten Palmölhändler, die weit mehr aufnehmen können als die Lager in Malaysia;
ob da nun 100.000 Tonnen (vielleicht 2 Schiffsladungen) mehr oder weniger liegen ist so relevant wie die Lage des sprichwörtlichen Sack Reises.

Jörg Dürre, Palmölhändler

Joerg_Duerre

24.06.2013, 13:00 Uhr

und beim Sojaöl 48,99 je Scheffel und nicht pro Tonne.
Fällt das niemandem auf, dass knapp 2000% Preisunterschied von ein und derselben Ware völlig unplausibel ist?

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