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21.07.2015

08:10 Uhr

Gegenbewegung

Gold kämpft sich leicht nach oben

Der Goldpreis verteidigt im Handel am Dienstagmorgen die Marke von 1100 Dollar. Erstmals seit sieben Tagen kann das Edelmetall sogar leicht zulegen – Besitzer von Minenaktien kann das jedoch nicht trösten.

Verfall nicht zu bremsen

Goldpreis bald unter 1.000-Dollar-Marke?

Verfall nicht zu bremsen: Goldpreis bald unter 1.000-Dollar-Marke?

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SingapurZum ersten Mal seit sieben Tagen hat am Dienstag im asiatischen Handel der Goldpreis leicht zugelegt. Der Wert des Edelmetalls war am Montag auf ein Fünf-Jahres-Tief gefallen und hatte in seinem Sog Minenaktien teilweise um zweistellige Prozenwerte ins Minus gerissen.

In Singapur legte der Preis für eine Unze Gold (31,1 Gramm) zeitweise um bis zu 0,9 Prozent zu auf 1105,99 Dollar, bevor es wieder um zwei Dollar nach unten ging. Am Vortag war der Preis auf 1086,18 Dollar gefallen, der niedrigste Wert seit März 2010.

Die globalen staatlichen Goldreserven

Hintergrund

Die Daten des Internationalen Währungsfonds zeigen die Goldreserven ausgewählter Staaten (in Tonnen) zum Jahresende 2016. Die Statistik legt außerdem offen, wie groß der Anteil des Goldes an den gesamten staatlichen Währungsreserven ist. Viele Länder bunkern neben Gold große Devisenbestände, etwa in US-Dollar oder in Euro.

USA

Bestand: 8133,5 Tonnen

Gold-Anteil an staatlichen Reserven: 73,8 Prozent

Quelle: World Gold Council

Deutschland

Bestand: 3779,9 Tonnen

Gold-Anteil an staatlichen Reserven: 67,6 Prozent

Frankreich

Bestand: 2435,8 Tonnen

Gold-Anteil an staatlichen Reserven: 61,5 Prozent

China

Bestand: 1842,6 Tonnen

Gold-Anteil an staatlichen Reserven: 2,2 Prozent

Schweiz

Bestand: 1040,0 Tonnen

Gold-Anteil an staatlichen Reserven: 5,6 Prozent

Russland

Bestand: 1615,2 Tonnen

Gold-Anteil an staatlichen Reserven: 15,2 Prozent

Indien

Bestand: 557,8 Tonnen

Gold-Anteil an staatlichen Reserven: 5,7 Prozent

Großbritannien

Bestand: 310,3 Tonnen

Gold-Anteil an staatlichen Reserven: 8,5 Prozent

Investoren kehren dem Metall aus verschiedenen Gründen den Rücken – unter anderem wird eine Zinserhöhung durch die US-Notenbank im September jetzt fest erwartet, was die Nachfrage nach Gold drückt. Außerdem hatte die chinesische Zentralbank zwar mitgeteilt, in den vergangenen sechs Jahren die eigenen Goldbestände um 60 Prozent ausgebaut zu haben. Doch das war weniger als erwartet worden war.

Kursverluste: Goldminenaktien stürzen ab

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Ein schwarzer Tag für Anhänger des Edelmetalls. Manche Goldförder-Aktien verloren an einem Tag bis zu 15 Prozent ihres Wertes. Doch wer setzt Gold und die Goldproduzenten so unter Druck? Ein Erklärungsversuch.

Der Gegenbewegung am Dienstag begegnen Marktbeobachter mit Skepsis. Es handele sich allenfalls um eine technische Gegenreaktion, so Howie Lee, Analyst bei Phillip Futures in Singapur. „Die Blutung könnte stopen, aber die Wunde ist damit noch nicht geschlossen“, meint er. Er hält eine Stabilisierung auf dem Niveau von 1100 Dollar allerdings für möglich.

Die Aktie des größten australischen Goldproduzenten, Newcrest Minig, verzeichnete auch am Dienstag Rücksetzer. Die Aktie gab um 1,9 Prozent nach – nachdem es am Montag sogar zehn Prozent herunter gegangen war.

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