Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

22.04.2012

12:03 Uhr

Geldanlage

Zeitenwende auf dem Energiemarkt

VonUdo Rettberg

Die Energiemärkte sind im Umbruch. Die Entwicklung neuer Technologien macht die Förderung von Erdgas attraktiver, Rohöl und Kohle verlieren an Bedeutung. Auf welche Energieträger Anleger setzen sollten.

Nicht wenige Experten sehen goldene Zeiten für Erdgas anbrechen. dpa

Nicht wenige Experten sehen goldene Zeiten für Erdgas anbrechen.

FrankfurtGrundlegende Paradigmenwechsel wie die Energiewende in Deutschland führen zu einem tiefgreifenden Wandel auf den Energiemärkten. Bis 2035 sollen fast zwei Drittel des globalen Energieverbrauchs durch Erdgas und erneuerbare Energien gedeckt werden. So wurden bereits die USA als weltweit zweitgrößter Energieverbraucher nach China im vergangenen Jahr nicht nur zum Selbstversorger, sondern sogar zum Nettoexporteur von Energie. Neue Entwicklungen bei der Förderung verhalfen dem Rohstoff Gas in Nordamerika zum Siegeszug. In anderen Ländern der Welt gewinnt der Energieträger ebenfalls sehr rasch an Bedeutung.

Das stellt auch die Peak Oil Theory, also das Erreichen des Förderhöhepunkts bei Rohöl, infrage. Denn der Zeitpunkt könnte sich noch weiter in die Zukunft verlagern. Und dies, obwohl die globale Energienachfrage nach Berechnungen der Internationalen Energie-Agentur (IEA) bis 2035 wegen des Wirtschaftsaufschwungs der Emerging Markets um rund ein Drittel steigen dürfte. Rohöl bleibt aber weiter wichtigster Energieträger vor allem im Transportbereich, sagt etwa Hans-Jürgen Klisch vom US-Finanzhaus Raymond James & Associates.

Ein Blick auf die Preise für Rohöl und Erdgas zeigt die Veränderungen. Noch vor wenigen Jahren abgegebene Ölpreisprognosen von über 200 Dollar je Barrel sind vom Tisch – vorerst zumindest.

Kommentare (11)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Rudolf_K

22.04.2012, 16:35 Uhr

Aus meiner Sicht ist das - insbesondere in Bezug auf die Kohle - finanztechnisches Geschwafel ohne tatsächlichen technisch-fachlichen Hintergrund.
Gegenüber Erdöl und Erdgas ist die Reichweite der bekannten Kohlereserven doppelt so groß. Und die Kohle kann im Gegensatz zu Gas und Erdöl praktisch konkurrenzlos zur Verstromung eingesetzt werden. Die Stromerzeugung aus Kohle ist u.a. deshalb günstiger als aus anderen Quellen (Ausnahme Kernenergie, sieht man dort von den hohen Investkosten ab). Warum vermehren sich die "Öko-Energien wohl nicht rasend schnell? Weil sie schlichtweg zu teuer sind. Oder keine Versorgungssicherheit bieten.
Ich wundere mich, wie ideologisch geblendet unsere Wirtschafts-Journalisten sind, um die tatsächlichen Zusammenhänge nicht erkennen zu können.

Istdochklar

22.04.2012, 22:56 Uhr

Die Öko-Energien vermehren sich aber rasend schnell. Von 0 auf 10% in wenigen Jahren. Energie wird die neue Währung!

wer

22.04.2012, 23:57 Uhr

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Windräder aufstellen teurer sein soll, als mit Mega-Baggern die Landschaften zu durchflügen, Ortschaften umzusiedeln, Autobahnen (A61) zu verlegen, Grundwasser abzusenken und Renaturierung von riesigen Abraumhalden zu betreiben.

Die Kostenvergleichsrechnung will ich gerne mal sehn!!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×