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27.07.2012

09:37 Uhr

Gemeinschaftswährung

Euro hält sich weiter bei 1,23 Dollar

EZB-Präsident Mario Draghi will alles in seiner Macht Stehende tun, um den Euro stabil zu halten. Allein die Ankündigung wirkt. Auch am Freitag hält sich die Gemeinschaftswährung nahe der 1,23 Dollar-Marke auf.

Experten erwarten, dass die EZB erneut Anleihen europäischer Krisenstaaten kaufen wird. dpa

Experten erwarten, dass die EZB erneut Anleihen europäischer Krisenstaaten kaufen wird.

FrankfurtNach seiner jüngsten Rally ist dem Euro am Freitag etwas die Luft ausgegangen. Die Gemeinschaftswährung pendelte um die Marke von 1,23 Dollar, nachdem sie am Donnerstag auf ein Zwei-Wochen-Hoch von 1,2329 Dollar gestiegen war. Zu Wochenbeginn hatte der Euro noch auf einem Zwei-Jahres-Tief von 1,2040 Dollar notiert. Das Bekenntnis von EZB-Chef Mario Draghi zur Währungsunion hatte Spekulationen auf ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Bekämpfung der Euro-Krise ausgelöst. Anleger und Experten hoffen darauf, dass die Zentralbank nun wieder Staatsanleihen von Krisenstaaten wie Spanien und Italien kauft und so deren extrem hohen Zinskosten drückt.

Bis zur Ratssitzung der EZB am Donnerstag dürfte der Euro seine jüngsten Gewinne verteidigen können, „schließlich hat Draghi keine Details durchsickern lassen, so dass Art und Ausmaß der EZB-Aktion noch unklar sind“, prognostizierte Commerzbank-Analystin Antje Praefcke. „Deutet gleichzeitig die Fed eine höhere Wahrscheinlichkeit von QE3 an, kann Euro-Dollar sogar noch in Richtung 1,2450 steigen.“ Die US-Notenbank entscheidet nächsten Mittwoch über ihren weiteren geldpolitischen Kurs.

Am Rentenmarkt setzte sich die Entspannung nach Draghis Äußerungen ebenfalls fort: Die Renditen der zehnjährigen spanischen Anleihen lagen bei 6,827 Prozent nach 6,961 Prozent am Vortag. Die Verzinsung der italienischen Pendants fiel unter sechs Prozent.

Bundesanleihen rentierten leicht höher bei 1,343 Prozent nach 1,327 Prozent im Vortagesgeschäft.

Von

rtr

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