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04.10.2013

10:34 Uhr

Gemeinschaftswährung

Euro hat Jahreshoch im Blick

Der US-Haushaltsstreit beflügelt den Euro weiterhin. Händler bevorzugen die Gemeinschaftswährung aufgrund ihrer Stabilität. Setzt sich der Trend fort, winkt ein Jahreshöchststand.

Der Euro lässt sich durch Nachrichten aus den USA kaum beeinflussen. Reuters

Der Euro lässt sich durch Nachrichten aus den USA kaum beeinflussen.

SidneyDer Euro bleibt im Vergleich zum US-Dollar Analysten zufolge im Vorteil. Am Freitag lag die Gemeinschaftswährung wenig verändert bei 1,3620 Dollar. Damit blieb sie in Reichweite ihres Acht-Monats-Hochs von 1,3646 Dollar. Während die Regierungskrise in Italien vorerst beendet ist, leidet der Dollar unter dem anhaltenden US-Haushaltsstreit. „Der Euro ist unter den Anlagen weltweit eine Insel der Stabilität geworden“, urteilten die Analysten der Citigroup. „Dennoch ist seine Rally Ergebnis des verbesserten Umfelds der Kapitalmärkte und nicht fundamentaler Daten, was sie wiederum bei einem Stimmungsumschwung anfällig macht.“ Auf kurze Sicht stehen nach Meinung der Analysten der Helaba die Zeichen für den Euro weiter auf Grün: „Einem Test des Jahreshochs bei 1,3711 Dollar dürfte im Wochenverlauf nichts im Wege stehen.“

Der Dollar-Index, der den Kurs zu den wichtigsten Währungen wie Euro oder Yen widerspiegelt, notierte mit 79,75 Punkten am Freitag nahe seinem tiefsten Stand seit Februar. Auf Wochensicht hat er somit 0,7 Prozent verloren. „Solange die Unsicherheit wegen des US-Budgets anhält, bleibt der Dollar unter Druck. Wir sind aber zuversichtlich, dass es eine Einigung vor dem 17. Oktober gibt“, urteilen die Analysten von Societe Generale. Bis dahin müssen sich Republikaner und Demokraten auf eine Anhebung der Schuldenobergrenze einigen, sonst droht der weltgrößten Volkswirtschaft die Zahlungsunfähigkeit. Der Silberstreif am Horizont für den Dollar ist nach Ansicht von BNP Paribas, dass er bei einer Einigung in Washington eine Erleichterungsrally starten könnte. Impulse von der Konjunkturfront für den Greenback bleiben am Freitag aus. Wegen der Schließung der US-Regierungsbehörden verschiebt sich die eigentlich anstehende Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten auf unbestimmte Zeit.

Von

rtr

Kommentare (3)

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Earthtourist

04.10.2013, 08:13 Uhr

"Ermutigende Konjunkturdaten" in the EZ ? Vielleicht in Andorra ? Aber auch dort kaum da die Steuerhinterzieher inzwischen im eigenen Kohlenkeller ein Versteck finden müssen. Der Forex ist tatsächlich das dämlichste Kasino der Erde, und dieses Kasino bestimmt unsere Währungen und so unsere Wirtschaften, - also weitgehend unsere finanzielle Existenz. Und das tolerieren unsere Regierungen?

Programmierer

04.10.2013, 13:52 Uhr

Natürlich sehen wir einen neuen Höchsstand.
Die Maschinen sind doch auf UP programmiert, einige wenige Mächtige haben ihre Wunschkurse schon lange eingegeben und die Maschinen arbeiten den Gewinn emotionslos ab.

Account gelöscht!

04.10.2013, 16:34 Uhr

Stabilität beim EURO?
Die ist teuer erkauft und wird weiterhin Milliarden verschlingen. Geld das dem wirtschaftlichen Aufbau Europas krisengeschüttelter Länder immer mehr fehlen wird. Am Ende können nicht einmal mehr die Schuldzinsen für diese permanente EURO-Rettung bezahlt werden. Das wird in riesiger Inflation enden und somit desaströser Entwertung des EURO.

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