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29.06.2015

15:34 Uhr

Gemeinschaftswährung

Euro kämpft sich zurück auf 1,11 Dollar

Die Nachricht über die gescheiterten Verhandlungen zwischen den Gläubigern und Griechenland setzt den Euro unter Druck. Doch der Kursrückgang drückt keine Panik aus – bis zum Nachmittag erholt sich der Euro.

„Nein zum Euro“ fordert dieser Mann in Griechenland. Ein Referendum über die Zukunft des Landes wird für den 5. Juli angesetzt. AFP

Demonstrant in Athen

„Nein zum Euro“ fordert dieser Mann in Griechenland. Ein Referendum über die Zukunft des Landes wird für den 5. Juli angesetzt.

Tokio/LondonDer Euro hat am Montag zeitweise bis zu 1,9 Prozent gegenüber dem Dollar nachgegeben. Belastend wirkte sich die Gefahr eines Austritts Griechenlands aus der Währungsunion aus, nachdem die Gespräche des Landes mit seinen Gläubigern gescheitert sind. Die Volatilität ist auf den höchsten Stand seit 2008 gestiegen, als die weltweite Finanzkrise einen Höhepunkt erreichte.

Der Euro hatte am Morgen noch 0,6 Prozent nachgegeben auf 1,11 Dollar, nachdem er in der Spitze 1,9 Prozent auf 1,0955 Dollar eingebrochen war. Das war der niedrigste Stand seit dem 2. Juni. Im März hatte die Gemeinschaftswährung bei 1,0458 Dollar ihr schwächstes Niveau seit 12 Jahren erreicht. Am Nachmittag erholte sich die Gemeinschaftswährung allerdings wieder auf 1,11 Dollar.

„Auf breiter Ebene werden Risiken vermieden”, erklärte Stan Shamu, Stratege bei IG Markets. „Alle sind vor dem Referendum etwas nervös. Händler sind nicht dazu bereit, den Euro auf niedrigerem Niveau zu unterstützen, und wir werden kurzfristig weitere Verluste sehen.”

Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras hatte in der Nacht zum Samstag überraschend ein Referendum über die Reformvorschläge der internationalen Geldgeber für den kommenden Sonntag angekündigt. Die Finanzminister der Euro-Zone warfen ihm daraufhin vor, einseitig die Verhandlungen abgebrochen zu haben, und entschieden, das am Dienstag auslaufende Hilfsprogramm für Athen nicht zu verlängern.

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