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07.03.2012

16:25 Uhr

Gemeinschaftswährung

Gute Stimmung am Devisen- und Anleihemarkt

Der Euro hat sich am Mittwoch leicht erholt. Fallende Renditen bei italienischen und spanischen Anleihen zeugen von Zuversicht bei den Anlegern. Allerdings steuern viele auch den sicheren Hafen Bundesanleihen an.

Der Euro hat sich am Mittwoch leicht erholt. dpa

Der Euro hat sich am Mittwoch leicht erholt.

FrankfurtAn die Rentenmärkte kehrt einen Tag vor Ablauf der Frist für den griechischen Schuldenschnitt ein wenig Zuversicht zurück - abzulesen an den fallenden italienischen und spanischen Renditen. Allerdings blieben auch viele Anleger auf der Hut, so dass deutsche Bundesanleihen im Gegenzug ihr Vortagesniveau behaupteten.

Am Devisenmarkt notierte der Euro mit 1,3120 Dollar etwas höher als am Vorabend, aber nur leicht über dem Vortagestief von 1,3104 Dollar - dem niedrigsten Stand seit Mitte Februar.

Auslöser für den Hauch von Optimismus war Händlern zufolge Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, der sich überzeugt zeigte, dass eine hinreichende Mehrheit der privaten Gläubiger dem Schuldenschnitt zustimmt. Die Frist für die Annahme des Angebots läuft am Donnerstag um 24 Uhr aus.

Der Tausch ist zentraler Bestandteil des Rettungspaketes für Griechenland. Inzwischen häufen sich auch die Zusagen für eine Teilnahme: Neben der Allianz und Münchener Rück kündigten 30 Großinvestoren - sie verfügen über 39,3 Prozent der für den Tausch in Frage kommenden Anleihen - ihre Teilnahme am Schuldenschnitt an, wie der Internationale Bankenverband IIF mitteilte.

„Am Markt ist wieder etwas Zuversicht zurückgekehrt, dass Griechenland seinen Schuldenschnitt in etwa wie vorgesehen durchbringt“, erklärte ein Händler. „Jetzt ist die allgemeine Einschätzung, dass genug Gläubiger zustimmen werden und die Panik gestern übertrieben war“, fügte ein Händler in London hinzu. „Ich kann mir außerdem nicht vorstellen, dass die das Kind jetzt noch in den Brunnen fallen lassen“, sagte ein dritter Händler. Es würden wohl Zweifel am Erfolg der Umschuldung gestreut, um so Druck auf die Gläubiger auszuüben, sich doch zu beteiligen, mutmaßte ein Händler in London.

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