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13.08.2015

17:24 Uhr

Gescheiterte Koalitionsverhandlung

Türkische Lira stürzt auf Allzeit-Tiefstand

Die Koalitionsgespräche in der Türkei sind gescheitert. Die türkische Lira sackt danach in Minutenschnelle um ein Prozent ab. Ein Rekordtief ist erreicht – und der Urlaub im Land wird für Touristen aus Europa günstiger.

Der Chef der prosäkularen Volkspartei CHP, Kemal Kilicdaroglu, in den Verhandlungen mit dem türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu. AFP

Treffen in Ankara

Der Chef der prosäkularen Volkspartei CHP, Kemal Kilicdaroglu, in den Verhandlungen mit dem türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu.

IstanbulDie türkische Lira ist am Donnerstagnachmittag auf ein Allzeittief gegenüber wichtigen Währungen gesackt. Gegenüber dem Euro fiel die Währung des Landes auf den niedrigsten bislang markierten Stand. Eine türkische Lira ist noch 0,318 Euro wert, und damit etwas weniger als beim bisherigen Tiefstand Anfang 2014. Für einen Euro gibt es 3,124 Lira. Auch gegenüber dem Dollar gab die Währung nach auf 0,355 Dollar.

Am Nachmittag waren Koalitionsverhandlungen der beiden größten Parteien des Landes nach weniger als zwei Stunden ergebnislos beendet worden. Das Ergebnis der Gespräche sei „negativ“ sagte ein CHP-Vertreter der Nachrichtenagentur Reuters.

Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu war mit dem Chef der prosäkularen Republikanischen Volkspartei CHP, Kemal Kilicdaroglu, zu Gesprächen über eine Koalitionsregierung zusammengekommen. Doch die Chancen standen schlecht, denn viele in der islamisch geprägten Regierungspartei AKP favorisieren Neuwahlen.

Davutoglus AKP hatte bei den Wahlen im Juni ihre Mehrheit im Parlament verloren, weshalb sie auf eine Koalition angewiesen ist, um an der Macht zu bleiben. Sollte bis Ende nächster Woche keine neue Regierung gebildet werden, dürften Neuwahlen angesetzt werden.

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