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09.01.2007

11:33 Uhr

Gewinner und Verlierer

Stürmischer Jahresauftakt für Rohstoffe

Die internationalen Rohstoffmärkte sind turbulent in das neue Jahr gestartet. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl nahm wegen des weltweit milden Winters zeitweise Kurs auf die 50-Dollar-Marke. Allein in den letzten zwei Tagen rutschten die Rohölpreise um gut neun Prozent ab.

rp DÜSSELDORF. Erst die Schließung der russischen Ölpipeline durch Weißrussland stoppte am Montag den Preisfall. Zudem wurde über weitere Förderkürzungen der Organisation Erdöl exportierender Staaten spekuliert.

Auch die Preise für die Edelmetalle gerieten in den ersten Handelstagen massiv unter Druck. Gold büßte innerhalb von nur drei Tagen in der Spitze über 30 Dollar ein; der Preis drohte unter 600 Dollar je Feinunze zu fallen. Inzwischen gibt es erste Stimmen, die den Preisrutsch als „überzogen“ einstufen.

Die Kupfernotierungen an der Londoner Metallbörse fielen zuletzt mit wachsendem Tempo. Die Akteure am Markt sorgen sich darum, dass eine konjunkturelle Abschwächung zu einer rückläufigen Nachfrage führen könnte. Inzwischen ist das Industriemetall gut ein Drittel weniger wert als noch im Mai; damals notierte es im Hoch über 8 600 Dollar je Tonne. Nach Einschätzung der Analysten der australischen Macquarie Bank könnte sich Kupfer noch bis auf 5 000 Dollar verbilligen, bevor der Trend wieder dreht. Nur wenig beeindruckt zeigte sich von dem Ausverkauf an den Rohstoffmärkten Nickel. Das Industriemetall liegt unter den Gewinnern des Jahres 2006 sowohl beim Goldman Sachs Commodity Index (Tabelle) als auch beim CRB-Index auf Platz eins. Gestern holte es einen großen Teil seiner kurzfristigen Verluste wieder auf.

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