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24.08.2012

12:02 Uhr

Gewinnmitnahmen

Investoren machen Gold zu Geld

Zuletzt waren Edelmetalle so teuer wie seit Monaten nicht mehr. Zu verdanken war das der Hoffnung auf weitere Hilfen von der US-Notenbank Fed. Anleger nutzten die Gelegenheit für Verkäufe.

Mehrere Goldbarren in einem Depot. dpa

Mehrere Goldbarren in einem Depot.

FrankfurtEinige Anleger haben die Gold -Rally der vergangenen Tage am Freitag für Gewinnmitnahmen genutzt. Das Edelmetall verbilligte sich um bis zu 0,5 Prozent auf 1662,29 Dollar je Feinunze, nachdem es am Donnerstag zeitweise auf ein Viereinhalb-Monats-Hoch von 1674,80 Dollar gestiegen war.

Was Sie über Gold wissen sollten

Was ist Gold?

Gold ist ein seltenes Metall mit einem Schmelzpunkt von 1064 Grad Celsius. Der Siedepunkt liegt bei 2856 Grad. Die chemische Abkürzung für Gold ist „Au“ und stammt vom lateinischen Wort „Aurum“ ab. Es hat mehrere Eigenschaften, die es für die Menschheit über die Jahre nützlich gemacht hat. Gold leitet extrem gut. Außerdem reagiert es nicht mit Wasser oder Sauerstoff.

Wie viel Gold wurde in der Geschichte gefördert?

Nach Schätzungen wurden in der gesamten Menschheitsgeschichte bis heute um die 166.600 Tonnen Gold aus Minen geholt. Ein Großteil davon – etwa zwei Drittel – seit 1950.

Wie viel Gold gibt es noch auf der Erde?

Die letzten Zahlen der US Geological Society gingen im Januar 2011 von weltweit 51.000 Tonnen aus.

Wie viel Gold wird pro Jahr abgebaut?

In den vergangenen Jahren waren es etwa 2.500 Tonnen pro Jahr.

Wo wird weltweit am meisten Gold abgebaut?

Überall auf der Welt wird Gold gewonnen. Aber beinahe ein Drittel des Goldes wird in nur drei Ländern abgebaut. An der Spitze liegt China mit 13,1 Prozent, darauf folgen die USA und Australien mit jeweils 9,1 Prozent.

Was passiert mit dem Gold?

29 Prozent des abgebauten Goldes kommt im Investmentbereich zum Einsatz, also in Form von Münzen und Barren. Aus 59 Prozent wird Schmuck gemacht. 12 Prozent wird von der Industrie verarbeitet.

Wo sind die größten Absatzmärkte für Gold?

Mit 1059 Tonnen ist Indien der mit Abstand größte Absatzmarkt für physisches Gold (Münzen, Barren, Schmuck). Dahinter liegt China mit 770 Tonnen. Im Vergleich dazu abgeschlagen sind die USA mit 213 Tonnen und Deutschland mit 154 Tonnen.

Quelle: World Gold Council

Wer sind die größten Goldbesitzer?

Größte Goldbesitzer sind die Notenbanken. Die Vereinigten Staaten sitzen auf rund 8.100 Tonnen, gefolgt von Deutschland mit 3.400 Tonnen und dem Internationalen Währungsfonds mit 2.800 Tonnen. Die Notenbanken waren über Jahre Netto-Verkäufer. Seit dem vergangenen Jahr sind sie jedoch wieder Netto-Käufer. Das Interesse kommt vor allem aus den Schwellenländern.

Haupt-Gesprächsthema der Gold-Investoren war erneut ein mögliches drittes Anleihe-Ankaufprogramm der Fed (QE3) zur Ankurbelung der schwächelnden US-Konjunktur. "Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage sind Stimuli sicher notwendig", sagte ein Börsianer. "Das Problem ist aber, dass die Leute zu hohe Erwartungen in die Lockerung der Geldpolitik setzen."

Von

rtr

Kommentare (6)

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aktionar

24.08.2012, 12:12 Uhr

Man nutze JEDEN Rücksetzer, um sich langsam mit Gold einzudecken.

s. Langfrist Chart der letzten 10 Jahre



Account gelöscht!

24.08.2012, 12:20 Uhr

Ich sitz' an einer gold'nen Tafel,
das Handelsblatt macht "Schwafel, schwafel..."

BlaBlaBla

24.08.2012, 13:17 Uhr

..scheint als wollten Berlin und Brüssel nun Gold kaufen und den Preis drücken:-)! Tja, dann rettet nur weiter schön den Euro:-)was für eine "Gurkentruppe" das wohl sein mag, welche immer noch daran glaubt, daß Alles gut wird?

Schmeißen sie lieber alle Riester, Rürup, sontigen kapitalgedeckten Altersvorsorgemüll raus und steigen sukzessive monatlich in Gold und Silber und andere reale Sachwerte um! Das bringt Essen und Wärme, wenn die EU-Blase platzt:-)

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