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24.02.2014

11:21 Uhr

Gold

Optimismus kehrt zurück

Das Edelmetall zählte 2013 noch zu den größten Verlierern unter allen Anlageklassen. Doch seit Mitte Dezember 2013 ist Gold wieder auf dem aufsteigenden Ast. Nach Meinung vieler Analysten hält dieser Trend an.  

Die Anziehungskraft kehrt zurück: Mit dem Höhenflug der Aktienmärkte machten die Anleger einen großen Bogen um das Edelmetall. Nun entdecken sie seinen Reiz wieder und kaufen im großen Stil Anteile an börsengehandelten Indexfonds auf Gold. dpa

Die Anziehungskraft kehrt zurück: Mit dem Höhenflug der Aktienmärkte machten die Anleger einen großen Bogen um das Edelmetall. Nun entdecken sie seinen Reiz wieder und kaufen im großen Stil Anteile an börsengehandelten Indexfonds auf Gold.

Die Fürsprecher von Gold mehren sich. Optimistisch zeigen sich auch die Analysten der UBS. Sie erhöhen ihre Prognosen für den Goldpreis. Auf Sicht eines Monats wurde das Ziel von 1180 auf 1280 Dollar angehoben – auf drei Monate sogar auf 1350 Dollar, wie aus einer Studie der Analystinnen Edel Tully und Joni Teves hervorgeht.

Im Schnitt gehen die beiden Expertinnen von einem Niveau von 1300 Dollar in diesem Jahr aus. Damit liegen sie 100 Dollar über ihrer bisherigen Prognose. „Gold hat langsam angefangen, seinen schlechten Ruf abzulegen“, heißt es in der Studie vom Mittwoch.

„In den vergangenen 13 Monaten war Gold die Anlageklasse, die bevorzugt leerverkauft oder gleich ganz gemieden wurde. Die jüngsten Entwicklungen deuten freilich darauf hin, dass dies nicht länger der Fall ist. Das Momentum kehrt zurück“, so der Kommentar der beiden Analystinnen.

Die wichtigsten Fakten zu Gold

Goldnachfrage

Die gesamte Goldnachfrage im Jahr 2013 betrug 3.756 Tonnen. Damit ist die Nachfrage um 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gefallen.

Quelle: World Gold Council, Stand: 18.02.2014

Goldpreis

Der durchschnittliche Goldpreis lag 2013 bei 1.411 US-Dollar je Feinunze und damit 15 Prozent unter dem des Vorjahres.

Schmucknachfrage

Die weltweite Nachfrage nach Schmuck betrug im Jahr 2013 insgesamt 2.209 Tonnen und stieg damit um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Goldbarren- und Münznachfrage

Die Nachfrage nach Goldbarren und -münzen stieg im Jahr 2013 auf einen Rekordwert von 1.654 Tonnen. Ein Plus von 28 Prozent im Vergleich zu 2012.

Industrienachfrage

Die Nachfrage des Technologiesektors belief sich auf 405 Tonnen und blieb damit, verglichen mit den 407 Tonnen im Jahr 2012, nahezu unverändert.

Gold-ETFs auf Talfahrt

Ein Nettoabfluss aus ETFs in Höhe von 881 Tonnen war zu verzeichnen, da die Investoren eine Neubewertung ihrer Portfolios fortsetzten.

Notenbanken

Die Nettoeinkäufe der Zentralbanken betrugen 369 Tonnen. Dies entspricht einem Rückgang von 32 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Goldangebot

Das Gesamtangebot für Gold betrug 4.340 Tonnen und lag damit 2 Prozent unter dem Niveau von 2012.

Vor allem die veränderte Einstellung der US-Anleger gibt den Analystinnen Anlass zur Hoffnung. Aufgrund der Turbulenzen in den Schwellenmärkten sei das Bedürfnis nach sicheren Anlageklassen gewachsen. Als Beleg dient den beiden Expertinnen die massiv anziehende Nachfrage nach börsengehandelten Indexfonds, die mit physischem Gold unterlegt sind.

Allzu weit aus dem Fenster lehnen sich die Analystinnen aber nicht. Für 2015 gehen sie unverändert von einem Stand von 1200 Dollar aus. „Obwohl wir einen Anstieg über 1400 Dollar hinaus für nicht angemessen halten, erscheint uns ein Fall unter 1200 Dollar als ebenso wenig gerechtfertigt”, heißt es in der Studie.

Auch aus technischer Sicht hat der Goldpreis sein Erholungspotenzial noch nicht ausgeschöpft. Gold hat Luft bist 1400 Dollar. Zu diesem Ergebnis kommen die technischen Analysten von Citi Futures, RBC Wealth Management. Auch die Commerzbank deutet die jüngste Entwicklung so, dass das Edelmetall einen Ausbruch geschafft hat.

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