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09.11.2015

16:46 Uhr

Gold und Edelmetalle

Flüchtlingskrise wird den Goldpreis treiben

VonIngo Narat

Anhaltend niedrige Goldkurse frustrieren Anleger, Spekulanten haben sich schon lange aus dem Markt verabschiedet. Doch nun schürt die diffuse Furcht vor wachsenden Flüchtlingszahlen die Nachfrage nach dem Edelmetall.

Ob Münze oder Barren - viele Käufer setzen auf Gold zur Vermögenssicherung. ddp images

Unsichere Zeiten

Ob Münze oder Barren - viele Käufer setzen auf Gold zur Vermögenssicherung.

MünchenRalph Wagner hat im Goldgeschäft schon fast alles erlebt. Seit fast einem halben Jahrhundert bedient er seine Firmenkunden mit Metallreplikaten und schönen Verpackungen im Metall-Look. Auf der Edelmetallmesse in München, die vom 5. bis 6. November stattfand, überreichte er einem Besucher eine Euro-Banknote aus Goldfolie. Nominalwert „One Million Euro“, ist darauf zu lesen. „Als Vorbereitung auf das, was uns noch bevorsteht“, sagte er mit einem Augenzwinkern.

Wagner ist kein Untergangsprophet, keiner von jenen, die Gold als Katastrophenschutz offerieren, Anleitungen zum Bunkerbau verticken oder Pumpernickel anbieten, das man getrost Jahrzehnte lagern kann. Seine Bemerkung hatte eher einen scherzhaften Unterton. Eine politische Diskussion wollte er nicht anzetteln. Und doch traf er einen Nerv der Messebesucher, wie sich nach einigen Stunden an Gesprächen offenbarte.

Die jährliche Messe im November ist die einzige ihrer Art in Deutschland. Organisator Frank Hoffmann versammelte kurz vor dem Wochenende zum elften Mal Minenfirmen, Metallhändler und andere Aussteller, insgesamt mehr als 80 an der Zahl. Es ist Family Business, seine Schwester und deren zwei Kinder packen seit jeher mit an.

Dieses Mal musste Hoffmann improvisieren. Der bisherige Veranstaltungsort war abgerissen worden. Er ist auf das Museum der Münchener Verkehrsbetriebe ausgewichen. Einige Exponate mussten vorübergehend ausquartiert werden. Um die verbliebenen alten Straßenbahnen wanden sich an den beiden Messetagen Besucher und Ausstellerstände. Ein buntes Publikum. Nicht mehr vorwiegend Rentner, wie in den frühen Jahren der Veranstaltung, auch viele Junge und Frauen darunter.

Etwas weniger Aussteller als in den Vorjahren waren es schon. „Das liegt auch am schlechten Markt“, meinte Hoffmann. Momentan ist der Goldpreis unter die Marke von 1 100 Dollar je Unze abgetaucht. So billig war das Metall zuletzt vor viereinhalb Jahren. Die große Hausse, die seit der Jahrtausendwende bis zum Jahr 2011 lief und in der sich der Preis verachtfachte, ist fast vergessen.

Kommentare (22)

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Herr Marc Otto

09.11.2015, 16:58 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Herr wulff baer

09.11.2015, 16:59 Uhr

Der von den Finanzganoven manipulierte Goldpreis zeigt genausowenig den richtigen Wert, wie die von Aktien-Blasen hervorgerufenen Indexstände.
Die wahren Werte werden sich herausstellen, wenn sich die Meere von überbewerteten Aktien und Billionen neugedruckter Blüten auf den Abstieg begeben.
Wann das sein wird, ist dem Besitzer physischen Goldes im Grunde egal.
Er hat eine wertvolle Versicherung gegen den Zusammenbruch der Finanz-Scheinwelten.
Er schläft ruhig, weil er kein Spekulant ist.
Die niedrigen Goldspreise nützt er zum Nachkauf.
Das Papiergold überläßt den Manipulatoren.
So einfach ist das.

Herr wulff baer

09.11.2015, 17:00 Uhr

Der von den Finanzganoven manipulierte Goldpreis zeigt genausowenig den richtigen Wert, wie die von Aktien-Blasen hervorgerufenen Indexstände.
Die wahren Werte werden sich herausstellen, wenn sich die Meere von überbewerteten Aktien und Billionen neugedruckter Blüten auf den Abstieg begeben.
Wann das sein wird, ist dem Besitzer physischen Goldes im Grunde egal.
Er hat eine wertvolle Versicherung gegen den Zusammenbruch der Finanz-Scheinwelten.
Er schläft ruhig, weil er kein Spekulant ist.
Die niedrigen Goldspreise nützt er zum Nachkauf.
Das Papiergold überläßt den Manipulatoren.
So einfach ist das.

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