Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

01.05.2014

18:18 Uhr

Goldman Sachs

„Rohstoffe sind ein bedeutendes Investment“

Die US-Investmentbank Goldman Sachs schwimmt gegen den Strom und glaubt an Chancen bei Rohstoffinvestments. Andere Investmentbanken ziehen aus dem Markt zurück, doch Goldman verteidigt seine Ansicht mit einer Studie.

Goldman Sachs Trader an der New York Stock Exchange. Während andere Banken aus Rohstoffinvestments aussteigen, geht Goldman Sachs von einer steigenden Bedeutung. Reuters

Goldman Sachs Trader an der New York Stock Exchange. Während andere Banken aus Rohstoffinvestments aussteigen, geht Goldman Sachs von einer steigenden Bedeutung.

FrankfurtIm Gegensatz zu einigen Wettbewerbern glaubt die Investmentbank Goldman Sachs unverändert an beste Chancen bei Rohstoffinvestments. Andere Investmentbanken wie Barclays, JPMorgan und Morgan Stanley haben mittlerweile begonnen, den Rohstoffhandel zunehmend auslaufen zu lassen.

Rohstoffe bieten weiterhin eine bedeutende Möglichkeit zur Diversifikation und offerieren gemeinsam mit Anleihen und Aktien einen guten Schutz vor Inflationstendenzen, wie es in einer aktuellen Studie der Goldman-Analysten Damien Courvalin und Jeffrey Currie hieß.

Die Bedeutung von Rohstoffinvestments wird demnach in den kommenden Jahren mit dem Wachstum der Weltwirtschaft sogar zunehmen. Genauere Prognosen lieferte die Studie nicht.

Die Renditen bei Rohstoffinvestments sind in den letzten fünf Jahren deutlich unter jenen von Bonds und Aktien geblieben. Gerade für langfristig orientierte Portfolios bleibe aber ein Rohstoffanteil sinnvoll, hieß es von Goldman. Mit dem Rückzug wichtiger Wettbewerber aus dem Rohstoffhandel steigen überdies die Spekulationen auf einen gewichtigeren Marktanteil von Goldman Sachs in diesem Bereich.

Die von Goldman vertretene Investmentthese wird von Experten geteilt: „Rohstoffe zu halten wird für die meisten Portfolios als Diversifikation sehr nützlich sein“, sagte Jason Wang von der Fondsgesellschaft Stamford Management in Singapur. Die Rohstoffmärkte seien derart heterogen, dass sogar innerhalb des Sektors Diversifikationen möglich seien.

Kurzfristig stellt Goldman bei Rohstoffen allerdings Rückgänge in Aussicht, wie es in einer Studie vom 13. April hieß, die ebenfalls aus der Feder von Currie stammt. Demnach wird der Rohstoffindex Standard & Poor's GSCI Enhanced Commodity in den kommenden zwölf Monaten um vier Prozent fallen. Der Index ist nach Verlusten in den Jahren 2012 und 2013 seit Beginn dieses Jahres um 4,5 Prozent gestiegen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×