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28.08.2014

17:16 Uhr

Goldmarkt

Ukraine-Krise treibt den Goldpreis hoch

Gold wird wieder attraktiver: Die Ukraine-Krise hat Anleger zurück an den Goldmarkt finden und den Preis der Feinunze um etwa ein Prozent steigen lassen. Ob der Trend sich bestätigt, ist aber sehr fraglich.

Gold als „sicherer Hafen“: In Krisenzeiten ist das Edelmetall bei nervösen Anlegern wieder gefragt. Kurzzeitig zumindest. dpa

Gold als „sicherer Hafen“: In Krisenzeiten ist das Edelmetall bei nervösen Anlegern wieder gefragt. Kurzzeitig zumindest.

FrankfurtDie Krise in der Ukraine hat am Donnerstag die Anleger wieder an den Goldmarkt gelockt. Die Feinunze verteuerte sich um 1,1 Prozent auf 1296,50 Dollar. „Die Meldungen über die Auseinandersetzungen in der Ukraine machen viele nervös“, sagte ein Händler. Von dieser Unsicherheit könne Gold als sicherer Anlagehafen profitieren.

Allerdings behielten die Investoren auch die Geldpolitik dies- und jenseits des Atlantiks im Blick. Denn sollte die US-Notenbank Fed tatsächlich die Zinswende in naher Zukunft einleiten, wäre Gold als Inflationsschutz wieder weniger gefragt.

Die wichtigsten Fakten zu Gold

Goldnachfrage

Die gesamte Goldnachfrage im ersten Quartal 2015 betrug 1079,3 Tonnen. Damit ist die Nachfrage nur um knapp 11 Tonnen im Vergleich zum Vorjahr (Q1'14: 1089,9) gefallen.

Quelle: World Gold Council

Schmucknachfrage

Die weltweite Nachfrage nach Schmuck betrug im ersten Quartal 2015 insgesamt 600,8 Tonnen und ist damit um drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr (Q1'14: 620,2) gefallen.

Industrienachfrage

Die Nachfrage des Technologiesektors belief sich im ersten Quartal 2015 auf 80,4 Tonnen und fiel, verglichen mit den 81,9 Tonnen im ersten Quartal 2014, um zwei Prozent.

Goldbarren- und Münznachfrage

Die Nachfrage nach Goldbarren und -münzen ist im ersten Quartal 2015 gesunken – auf 253,1 Tonnen. Ein Minus von zehn Prozent im Vergleich zu 2014 (Q1: 281,5).

EFTs und ähnliche Produkte

Die Nachfrage bei den Gold-EFTs betrug im ersten Quartal 2015 25,7 Tonnen. Im ersten Quartal des Vorjahres wurden noch Abflüsse in Höhe von 13,5 Tonnen verzeichnet.

Notenbanken

Die Nettoeinkäufe von Zentralbanken betrugen im ersten Quartal 2015 119,4 Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahr blieb der Wert damit nahezu gleich (Q1'14: 119,8).

Investment gesamt

Die Goldnachfrage im Investment belief sich im ersten Quartal 2015 auf 278,8 Tonnen. Das ist eine Steigerung von vier Prozent, im Vorjahresquartal waren es 268 Tonnen.

Zugleich könnte aber eine Lockerung der Geldpolitik durch die EZB europäische Anleger anlocken.

Von

rtr

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