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07.01.2011

12:32 Uhr

Goldpreis fällt

War es das mit der Goldrally?

VonJörg Hackhausen

Der Goldpreis fällt seit mehreren Tagen. Nach den kräftigen Gewinnen der vergangenen Jahre richten sich die Anleger nun auf eine Durststrecke ein. Ein heftiger Kurseinbruch dürfte ihnen aber erspart bleiben.

Der Goldpreis fällt den fünften Tag in Folge. Quelle: dpa

Der Goldpreis fällt den fünften Tag in Folge.

FRANKFURT. Der Goldpreis ist den fünften Tag in Folge gefallen. Damit ist das Edelmetall so günstig wie seit fünf Wochen nicht mehr. Eine Feinunze kostet 1356 Dollar.

Dass das Interesse an Gold nachlässt, hängt eng mit der Entwicklung des Dollars zusammen. Die US-Währung legt seit Tagen deutlich zu. "Investoren verkaufen Gold wegen des stärkeren Dollars", sagt Peter Fertig von Quantitative Commodity Research. Eine Rolle spiele aber auch, dass "weniger Bedarf nach einem sicheren Hafen besteht".

Gold gilt als Krisenwährung. Es ist immer dann gefragt, wenn das Vertrauen in Papiergeld angekratzt ist. Das ließ sich im Zuge der Finanzkrise beobachten. Um der Krise Herr zu werden, brachte die US-Notenbank immer mehr Geld in Umlauf - und schürte damit die Angst vor Inflation. Weil sich viele Anleger vor Entwertung des Geldes fürchteten, setzten sie immer stärker auf Gold. Der Goldpreis legte kräftig zu. Vor drei Jahren kostete eine Feinunze rund 850 Dollar, am 7. Dezember 2010 erreichte der Preis ein Allzeithoch bei 1431 Dollar.

Einige Experten sehen nun erste Anzeichen einer Trendwende. Konjunkturdaten aus den USA deuten an, dass es mit der größten Volkswirtschaft wieder aufwärts gehen könnte. Die private Arbeitsagentur ADP veröffentlichte einen überraschend hohen Stellenzuwachs in der US-Privatwirtschaft. Auch der ISM-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor war deutlich besser als erwartet ausgefallen. Mit Spannung wird erwartet, ob die am Freitagnachmittag anstehenden Daten vom US-Arbeitsmarkt diesen Trend bestätigen.

Sollte der Trend andauern, schwinde der Grund für die lockere Geldpolitik, sagt Daniel Brebner von der Deutschen Bank. "Wenn es höhere Zinsen gibt, fällt ein Unterstützungsfaktor für Gold fort." Allerdings sei es insgesamt sehr unwahrscheinlich, dass in diesem Jahr die Zinsen steigen. Dafür gebe es noch zu viele Risiken.

Kommentare (10)

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Worauf soll der "stärkere Dollar" basieren?

07.01.2011, 13:55 Uhr

Sind da schon wieder Wetten am Auslaufen, die jetzt den Dollar indirekt pushen, weil der Euro nicht gefallen ist? Amerika tut doch gerade seine Verschuldung weiter ankurbeln, wo soll das den Dollar stützen? Eine Luftnummer folgt da der Nächsten! Die sollten mal einen Siemens Lufthaken einsetzen, um sich oben zu halten, sonst geht es Amerika wie Münchhausen im Sumpf (und hatten wir das nicht schon zu JFK Zeiten?).

artur özkaplan

07.01.2011, 14:23 Uhr

„Gold und wirtschaftliche Freiheit sind untrennbar. Gold steht symbolisch als beschützer der Eigentumsrechte. (…) Die Staatsschulden sind nur ein anderes Wort für die heimliche Konfiszierung von Vermögen. Das Gold steht dem im Wege und ist allein Garant des Eigentums und der Eigentumsrechte.“ (ALAN GREENSPAN)

M.Neumann

07.01.2011, 14:53 Uhr

Wieso ?? schaun sie sich doch den momentan fallenden Dollar an .. Th. Geithner WARNT AKTUELL VOR EiNE ZAHLUNGUNFÄHiGKEiT DER USA um noch mehr Geld zu drucken und gleichzeitig wieder als Staatsanleihe von der Federal Reserve zu kaufen .. besser kann es doch einem steigenden Goldkurs nicht passieren.. Warten sie ab in 4 Wochen liegt der Golkurs bei 1600 $ oder vielleicht schon in 2 Wochen bei 1100 € die Unze ..
ich halt es auch für möglich das Gold noch eine riesen blase entwickelt und in die Höhe schiesst, erst dann werden sich die Staaten weltweit auf eine gemeinsame Finanz Wirtschftaftspolitik einigen.. vorher geht es nur noch bergauf, achten sie drauf!!!

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