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01.07.2014

13:52 Uhr

Goldpreis im Aufwind

Anleger steuern sichere Häfen an

Gold ist derzeit gefragter denn je, das ist auch an den Märkten zu spüren. Der Preis wird von der Krise im Irak und der andauernden Niedrigzinspolitik gestützt. Gerade jetzt wird Gold gern als Inflationsschutz benutzt.

Edelmetalle erfahren derzeit einen Aufschwung: Gold kletterte auf 1332,10 Dollar je Feinunze dpa

Edelmetalle erfahren derzeit einen Aufschwung: Gold kletterte auf 1332,10 Dollar je Feinunze

FrankfurtDie Krise im Irak und die andauernde Niedrigzinspolitik der Notenbanken dürfte den Goldpreis nach Einschätzung von Analysten weiter nach oben treiben. In den ersten sechs Monaten hat sich das als sicherer Hafen gefragte Edelmetall um rund zehn Prozent verteuert. Am Dienstag kletterte der Goldpreis in der Spitze um 0,4 Prozent auf 1332,10 Dollar je Feinunze, den höchsten Stand seit mehr als drei Monaten.

Am Markt gebe es viele Unsicherheiten, die den Goldpreis in diesem Quartal weiter stützen sollten, sagte Howie Lee, Analyst bei Phillip Futures. Investoren behielten vor allem die Entwicklung im Irak im Blick, wo die Regierung gegen den Vormarsch der Islamistengruppe Isis kämpft. Sie hatte am Wochenende auf syrischem und irakischen Staatsgebiet einen Gottesstaat ausgerufen.

Die wichtigsten Fakten zu Gold

Goldnachfrage

Die gesamte Goldnachfrage im Jahr 2013 betrug 3.756 Tonnen. Damit ist die Nachfrage um 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gefallen.

Quelle: World Gold Council, Stand: 18.02.2014

Goldpreis

Der durchschnittliche Goldpreis lag 2013 bei 1.411 US-Dollar je Feinunze und damit 15 Prozent unter dem des Vorjahres.

Schmucknachfrage

Die weltweite Nachfrage nach Schmuck betrug im Jahr 2013 insgesamt 2.209 Tonnen und stieg damit um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Goldbarren- und Münznachfrage

Die Nachfrage nach Goldbarren und -münzen stieg im Jahr 2013 auf einen Rekordwert von 1.654 Tonnen. Ein Plus von 28 Prozent im Vergleich zu 2012.

Industrienachfrage

Die Nachfrage des Technologiesektors belief sich auf 405 Tonnen und blieb damit, verglichen mit den 407 Tonnen im Jahr 2012, nahezu unverändert.

Gold-ETFs auf Talfahrt

Ein Nettoabfluss aus ETFs in Höhe von 881 Tonnen war zu verzeichnen, da die Investoren eine Neubewertung ihrer Portfolios fortsetzten.

Notenbanken

Die Nettoeinkäufe der Zentralbanken betrugen 369 Tonnen. Dies entspricht einem Rückgang von 32 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Goldangebot

Das Gesamtangebot für Gold betrug 4.340 Tonnen und lag damit 2 Prozent unter dem Niveau von 2012.

Gleichzeitig sorgt auch die Zinspolitik der Notenbank für viele Fragezeichen. Anleger rätseln darüber, wann die US-Notenbank Fed die Leitzinsen zum ersten Mal anheben wird. Solange die Zinsen niedrig bleiben, wird Gold gern als Inflationsschutz benutzt.

Von

rtr

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