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25.06.2013

13:11 Uhr

Goldpreis

Morgan Stanley und Credit Suisse senken Prognose

Nach Goldman Sachs haben nun auch Morgan Stanley und Credit Suisse ihre Prognosen für den Goldpreis gesenkt. Die Banker gehen von einer Straffung der Geldpolitik aus. Börsengehandelte Goldprodukte geben weiter nach.

Nach Goldman Sachs hat nun auch Morgan Stanley seine Goldpreisprognose gesenkt. dpa

Nach Goldman Sachs hat nun auch Morgan Stanley seine Goldpreisprognose gesenkt.

FrankfurtMorgan Stanley hat die Prognosen für den Goldpreis verringert und sich damit entsprechenden Schritten von Goldman Sachs und der UBS angeschlossen.

Für 2013 gehen die Analysten Peter Richardson and Joel Crane nun von 1.409 Dollar aus, nachdem es zuvor noch 1.487 Dollar gewesen waren. Im kommenden Jahr rechnen sie mit 1313 Dollar. Hier prognostizierten sie zuvor 1.563 Dollar. Für 2015 nahmen sie die Prognose von 1.450 auf 1.300 Dollar zurück. Zudem senkten sie ihre Ziele für Gold und Silber bis 2018. Hintergrund ist die Erwartung, dass die Notenbank ihre geldpolitischen Anreize wegen der Erholung der US-Wirtschaft vermindern könnte.

„Angesichts nachlassender Nachfrage nach sicheren Anlagen wegen der Stärke des Dollar und steigender US-Anleiherenditen sind die Marktbedingungen für Gold und Silber deutlich schlechter geworden”, schrieben die Analysten in einer Studie.

Goldnachfrage weltweit (in Tonnen)

2003

Schmuck: 2.484
Barren und Münzen: 304
ETFs: -
Industrie: 386
Zentralbanken: -620
Gesamt: 2.594 Tonnen

2004

Schmuck: 2.616

Barren und Münzen: 355

ETFs: 133

Industrie: 419

Zentralbanken: -479

Gesamt: 3.044

2005

Schmuck: 2.719

Barren und Münzen: 396

ETFs: 208

Industrie: 438

Zentralbanken: -663

Gesamt: 3.098

2006

Schmuck: 2.300

Barren und Münzen: 414

ETFs: 260

Industrie: 468

Zentralbanken: -365

Gesamt: 3.077

2007

Schmuck: 2.423

Barren und Münzen: 435

ETFs: 253

Industrie: 476

Zentralbanken: -484

Gesamt: 3.104

2008

Schmuck: 2.304

Barren und Münzen: 869

ETFs: 321

Industrie: 461

Zentralbanken: -235

Gesamt: 3.720

2009

Schmuck: 1.814

Barren und Münzen: 780

ETFs: 623

Industrie: 410

Zentralbanken: -34

Gesamt: 3.593

2010

Schmuck: 2.017

Barren und Münzen: 1.205

ETFs: 382

Industrie: 466

Zentralbanken: 77

Gesamt: 4.147

2011

Schmuck: 1.972

Barren und Münzen: 1.515

ETFs: 185

Industrie: 453

Zentralbanken: 457

Gesamt: 4.582

2012

Schmuck: 1.908

Barren und Münzen: 1.256

ETFs: 279

Industrie: 428

Zentralbanken: 535

Gesamt: 4.405

2013

Schmuck: 2.671

Barren und Münzen: 1.702

ETFs: - 916

Industrie: 354

Zentralbanken: 625

Gesamt: 4.436

2014

Schmuck: 2.457

Barren und Münzen: 1.004

ETFs: - 183

Industrie: 347

Zentralbanken: 588

Gesamt: 4.212

Q1 2015

Schmuck: 601

Barren und Münzen: 253

ETFs: 26

Industrie: 80,4

Zentralbanken: 119

Gesamt: 1.079
Auf das Jahr hochgerechnet: 4.316

Die Bestände von börsengehandelten Produkten sind am Montag auf 2.094,647 Tonnen gefallen und erreichten damit den niedrigsten Stand seit Juni 2010, wie aus Daten von Bloomberg hervorgeht. Damit beläuft sich der Rückgang auf 20 Prozent in diesem Jahr, nachdem es zuvor in jedem Jahr seit der Erstnotiz dieser Produkte 2003 zu einem Anstieg gekommen war.

„Diese historische und grundlegende Veränderung bei einem der wesentlichen Treiber des Gold-Bullenmarktes unterstreicht den starken Rückgang bei der Nachfrage nach der Anlageklasse”, schrieben Richardson und Crane.

Goldman Sachs geht davon aus, dass die Bestände um eine Millionen Unzen im Monat fallen werden. Sie nahmen daher ihr Ziel für das Jahresende von 1.435 auf 1.300 Dollar zurück und senkten die Prognose für 2014 von 1270 auf 1050 Dollar. Die Anleger rechneten mit einer früheren Verringerung der Anleihekäufe durch die US Notenbank als die Volkswirte der Geldhäuser, schrieben die Analysten Damien Courvalin und Jeffrey Currie in einer Studie vom 23. Juni.

Kommentare (5)

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25.06.2013, 13:22 Uhr

Gold ist für mich nur Gold, wenn ich es fallen lasse und mein Fuß vor Schmerzen zusammenzuckt.

Account gelöscht!

25.06.2013, 13:41 Uhr

"Morgan Stanley und Credit Suisse senken Prognose"

Wie oft wollt ihr diese MEldung eigentlich noch bringen? Für mich ein ganz klarer KAufgrund!

Account gelöscht!

25.06.2013, 13:53 Uhr

Kaufgrund, na klar: sie Scherzbold.
kaufen bei $1700
nachkaufen bei $1500
weiter nachkaufen bei $1400
...eigentlich ist's jetzt schon fast ZU billig zum kaufen.
Vielleicht verkauft ihnen ja jemand seine glänzenden Münzen zum Preis von vor einer Woche ;)

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