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20.10.2011

10:55 Uhr

Goldpreis

Schlechte Laune am Rohstoffmarkt

Die Rohstoffpreise sind am Donnerstag deutlich gesunken. Den größten Rückgang verzeichnet der Goldpreis, doch auch andere Edelmetalle wie Platin und Silber verlieren an Wert. Öl und Gas geben auch nach.

Der Goldpreis sinkt schon den vierten Tag in Folge. dpa

Der Goldpreis sinkt schon den vierten Tag in Folge.

Die Furcht vor einer Eskalation der Euro-Schuldenkrise hat die Investoren am Rohstoffmarkt fest im Griff. Die Preise für Gold, Öl und Kupfer kannten am Donnerstag nur eine Richtung: nach unten. Immer mehr Anleger zweifelten daran, dass die Schuldenkrise in Europa einen guten Ausgang nehme, sagte Hou Xinqiang, Analyst bei Jinrui Futures in China. Die Probleme seien ernst und auch am Wochenende dürfte kaum der große Wurf präsentiert werden, prognostizierte Natalie Robertson, Rohstoff-Analystin bei der ANZ Bank.

Der Goldpreis fiel den vierten Tag in Folge und lag mit 1.621 Dollar je Unze 1,2 Prozent und war damit so niedrig wie zuletzt Anfang Oktober. Auch die Preise für andere Metalle brachen ein: Platin verlor über 1,5 Prozent und lag bei 1491 Dollar je Unze. Der Silberpreis sank um ein Prozent, eine Unze kostete 31 Dollar. Trotz des leichten Rückgangs sei Gold jedoch immer noch ein "sicherer Hafen", sagte Cheng Xiaoyong, Analyst bei Baocheng Futures, gegenüber der Agentur Bloomberg.

Einen besonders deutlichen Preisrutsch musste Kupfer hinnehmen. Das Industriemetall koste mit bis zu 6.925 Dollar je Tonne vier Prozent weniger und war damit so billig wie seit zwei Wochen nicht mehr. Neben der Unsicherheit über den Ausgang der Euro-Schuldenkrise lasteten auch die pessimistischen Töne der Fed auf der Stimmung der Anleger. Nach Einschätzung der US-Notenbank haben sich die wirtschaftlichen Aussichten in den USA eingetrübt. „Die Sorgen um eine deutliche Abkühlung der Weltkonjunktur wachsen,“ sagte ein Händler.

Am Ölmarkt notierten die Preise für Brent und WTI zeitweise auf dem niedrigsten Stand seit gut einer Woche. Das Nordseeöl kostete in der Spitze nur noch knapp 108 Dollar je Fass, das US-Öl WTI 85,27 Dollar.

Kommentare (5)

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atp50

20.10.2011, 09:00 Uhr

Als Edelmetall- und Münzenhändler in dritter Generation muss ich klar und deutlich sagen, dass die an den großen Rohstoffbörsen der Welt ermittelten Preise für Edelmetalle in "Papierform" bereits seit mindestens 3 Jahren nicht mehr der Realität, d.h. der Situation vor Ort für sofort lieferbares Edelmetall entsprechen! Das Angebot ist knapp, die Nachfrage enorm und der Preis für sofort lieferbares Edelmetall liegt über den Spotpreisen!

GoldZahn

20.10.2011, 09:22 Uhr

Klar, das ist der übliche Time-Lag. Hat man auf den meisten Märkten. Die Brötchen werden ja auch nicht gleich teurer/billiger, wenn der Weizenpreis steigt/sinkt. Und dann kommt noch das Euro/Dollar-Verhältnis hinzu.

Wäre es aber langfristig und systemisch so, dass die Realpreise vor Ort höher sind als die Börsenpreise, dann hätte man gerade als größerer Händler phantastische Hedging-Möglichkeiten und könnte endlos reich werden - vielleicht sind Sie es ja schon ;-)

Account gelöscht!

20.10.2011, 09:35 Uhr

Gute Gelegenheit um nachzukaufen. Lieber Edelmetalle als Anleihenschrott - egal wie er heißt.

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