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28.01.2010

20:53 Uhr

Griechenland

Euro bleibt unter 1,40 Dollar

Die europäische Währung stagniert unter dem niedrigisten Stand seit Juli 2009 und leidet weiter unter Sorgen über die finanzielle Lage Griechenlands. Zusätzliche Belastung sind Warnungen von Ratingagenturen, dass Portugal einen klaren Plan für weitere Haushaltskürzungen vorlegen müsse, um Herabstufungen seiner Kreditwürdigkeit zu vermeiden.

Experten erwarten, dass der Druck auf die Staatsanleihen einiger Euro-Länder anhält und die Währung weiter belastet. dpa

Experten erwarten, dass der Druck auf die Staatsanleihen einiger Euro-Länder anhält und die Währung weiter belastet.

HB NEW YORK. Der Euro ist am Donnerstag weiter unter der Marke von 1,40 Dollar und damit dem niedrigsten Stand seit Juli 2009 geblieben. Zuletzt konnte sich die europäische Gemeinschaftswährung, die weiter unter Sorgen über die finanzielle Lage Griechenlands und einiger anderer EU-Ländern leidet, mit 1,3973 Dollar aber etwas von ihrem Tagestief absetzen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,3999 (Mittwoch: 1,4072) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7143 (0,7106) Euro.

Eine weitere Belastung waren Warnungen von Ratingagenturen, dass Portugal einen klaren Plan für weitere Haushaltskürzungen vorlegen müsse, um Herabstufungen seiner Kreditwürdigkeit zu vermeiden. „Die Probleme einiger Euro-Randländer sind nicht neu und dürften auch kurzfristig nicht gelöst werden“, sagte Win Thin, Devisenstratege bei Brown Brothers Harriman in New York. „Daher dürfte der Druck auf Staatsanleihen dieser Länder anhalten und den Euro weiterhin belasten.“

Dagegen hält Chuck Butler, Präsident von Everbank World Markets, die Sorgen um die griechische Verschuldung für übertrieben. „Wenn der Euro wegen der Probleme mit Griechenland abgestraft wird, dass müsste auch der Dollar wegen der Lage in Kalifornien bestraft werden.“ Er erinnerte daran, dass der US-Bundesstaat für sich allein die achtgrößte Volkswirtschaft der Welt sei. Butler sieht daher Griechenland eher als vorgeschobenen Grund für die Korrektur beim Euro, der von März 2009 bis Anfang Dezember eine formidable Kursrally gegenüber dem Dollar hingelegt hatte.

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