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15.06.2015

17:17 Uhr

Griechenland-Krise

Euro steigt trotz Schuldenstreit

Griechenland und die EU werden sich im Schuldenstreit nicht einig, die Verhandlungen um weitere Finanzspritzen sind vorerst gestoppt. Den Euro lässt das Schuldendrama komplett kalt. Er steigt wieder – trotz Unsicherheit.

Anleger schauten eher pessimistisch auf die Wirtschaftsentwicklung in den USA. Das verhinderte Kursgewinne des Dollar zum Euro. dpa

Dollar und Euro

Anleger schauten eher pessimistisch auf die Wirtschaftsentwicklung in den USA. Das verhinderte Kursgewinne des Dollar zum Euro.

FrankfurtTrotz der hohen Unsicherheit um Griechenland ist der Eurokurs am Montag gestiegen. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1246 US-Dollar. Im frühen Handel war die Gemeinschaftswährung noch knapp unter die Marke von 1,12 Dollar gefallen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs am frühen Nachmittag auf 1,1218 (Freitag: 1,1220) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8914 (0,8913) Euro.

Im Schuldenstreit zwischen Athen und seinen Geldgebern ist nach wie vor kein Ende in Sicht. Am Wochenende waren Vermittlungsbemühungen der EU-Kommission gescheitert. Die Folgen eines Austritts des Landes aus dem Euro („Grexit“) würden am Devisenmarkt sehr unterschiedlich bewertet, begründet Lutz Karpowitz von der Commerzbank die geringe Reaktion der Märkte auf Griechenland-Meldungen.

So sei die Gruppe derjenigen, die einen Austritt als positiv für den Euro bewerte, etwa gleich groß wie die Gruppe, die ihn negativ sehe. „Nach einem Grexit dürfte allerdings schnell klar werden, dass Ansteckungseffekte ausbleiben“, erwartet Karpowitz. Anfängliche Verluste würde der Euro zügig wieder gutmachen.

Schwache Konjunkturdaten aus den USA belasteten am Nachmittag zudem den US-Dollar. So ist die Industrieproduktion dort den zweiten Monat in Folge gefallen. Nach den schwachen Daten könnte an den Märkten eine spätere Leitzinserhöhung erwartet werden. Bisher wird eine erste Leitzinserhöhung seit Beginn der Finanzkrise für diesen Herbst erwartet. An diesem Mittwoch wird die US-Notenbank ihre neuen geldpolitischen Entscheidungen bekanntgeben und möglicherweise Hinweise auf die weitere Geldpolitik geben.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,72340 (0,72450) britische Pfund, 138,54 (138,78) japanische Yen und 1,0512 (1,0469) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1181,40 (1182,80) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 33 180,00 (33 390,00) Euro.

Von

rtr

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